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Der Freizeittreff Freimann macht Mode

Das Projekt "Future Female Clothing Club" im Freizeittreff Freimann bot Mädchen die Möglichkeit, sich mit Mode und fairen Arbeitsbedingungen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig konnten die Mädchen Themen wie Gleichberechtigung und Selbstwert diskutieren.

Ziel des „Future Female Clothing Club“ (FFCC) war es, mit den beteiligten Mädchen ins Gespräch zu kommen. Damit das Ganze auch Spaß macht und nachhaltiger wirkt, konnten sich die Mädchen mit der Gestaltung und der Herstellung von T-Shirts beschäftigen. Die Designs greifen die besprochenen Themen Gleichberechtigung und Frausein auf und sollen die Mädchen in ihrem Selbstwert bestärken. Auch die Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Näherinnen in Billiglohnländern waren Thema an den Projekttagen. Die Einschätzung der Mädchen im Alter zwischen 7 und 15 Jahren war, was den Lohn betrifft, eindeutig: „Viel zu niedrig!“.

In der aktuellen Mode gestalten auch Modeketten wie H&M T-Shirts mit feministischen Sprüchen und Sprüchen zum Thema Gleichberechtigung. Allerdings produzieren diese eben genau in den Ländern, in denen die Arbeitsbedingungen oft nicht menschenwürdig sind und die Gesundheit der dort Beschäftigten keine Priorität hat. Deshalb wurden die T-Shirts für den FFCC aus fairem und ökologischem Handel bezogen.

Neben dem Thema „faire Mode“ standen natürlich das Designen und die Ideen-Findung für die Sprüche im Vordergrund. Die Mädchen konnten sich die T-Shirt-Sprüche, selbst überlegen: „I’m not the Princess, I’m the Queen!“ und „Girls support Girls“ waren am Ende die beliebtesten. Aber auch: „Girl Power is the best Power“, „my best friend is a beautiful person“ und „Ich bin nicht deine Chaya“, wurden oft gedruckt. Wichtig war es den Mädchen auch, ihre Jahreszahlen auf T-Shirts zu verewigen, an denen sie ihre beste Freundin kennengelernt haben.

An zwei Mädchennachmittagen und bei einer Spätschicht (ein Abend für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren), wurden die T-Shirt-Ideen dann mit Hilfe von Siebdruck übertragen. Bei der Spätschicht konnten die T-Shirts nach dem Druck noch richtig in Szene gesetzt werden. Eine Fotografin lichtete die Mädchen mit den T-Shirts ab. Ihre eigenen Designs, schön gedruckt auf den T-Shirts zu sehen, hat die Mädchen sehr stolz gemacht. Im Sommer können die Botschaften dann auch außerhalb des Freizeittreffs weitergetragen werden.

Der Future Female Clothing Club wurde über den Spendenfond des Deutschen Kinderhilfswerks „Mehr Mut zum Ich“ gefördert.

 

Michaela Gabor, Freizeittreff Freimann, KJR

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