Christian

Christian besuchte das erste Mal mit 15 Jahren unsere Einrichtung TASSO33 in Milbertshofen, später dann auch das Jugendzentrum aqu@rium in Pasing.

Mit sozialer Arbeit kann man ja Geld verdienen!

Meine Geschichte beim Kreisjugendring begann im Alter von 15 Jahren. Ein Schulfreund nahm mich mit ins TASSO33 in Milbertshofen. Er schwärmte von der Disco, die wir nach einer kleinen Einweisung selbständig nutzen durften. Aus Langeweile durchstöberten wir die Plattenkiste und stellten fest, dass sich auch einige Rap-Instrumentals auf den Schallplatten befanden. Noch am selben Tag nahmen wir unser erstes Demo-Tape auf.

Voller Stolz zeigten wir der Pädagogin Marion Halbreiter unsere ersten Ergebnisse. Ob von unserem unfassbaren Talent überwältigt oder von unseren holprig vorgetragenen Texten akustisch malträtiert – Marion organisierte uns einen Rap-Workshop mit den Jungs von Blumentopf. Ab diesem Zeitpunkt nutzten wir das Musikangebot im TASSO so oft es ging. Marion verdanken wir auch unseren ersten großen Auftritt am Odeonsplatz bei der „Ander Art Jam“.

Dort trafen wir auf Oliver Künzner. Er lud uns ins aqu@rium in Pasing ein, um dort mit ihm gemeinsam eine Radiosendung über die „Ander Art Jam“ zu produzieren. Begeistert vom hauseigenen Tonstudio nisteten wir uns schnell ein und verbrachten dort viele Jahre (Tage und sehr lange Nächte). Als Olly uns dann fragte, ob wir nicht auf Honorarbasis eigene Rap-Workshops für Jugendliche veranstalten wollten, dachte ich mir: Okay! Mit sozialer Arbeit kann man ja Geld verdienen!

So lernte ich den KJR besser kennen, trat in verschiedenen Einrichtungen auf, spielte bei „muc-king“ (Münchner Bandwettbewerb des KJR) und übernahm sogar irgendwann die Moderation dort.

Als ich mich dann entschloss, Soziale Arbeit zu studieren, überbrückte ich die Wartezeit bis zum Studienbeginn mit dem Bundesfreiwilligendienst, den ich im Jugendtreff Neuhausen leistete. Mein Praxissemester absolvierte ich natürlich im aqu@rium.

Im Anschluss daran war ich kurz in der Offenen Ganztagsschule im Freizeittreff Lerchenauer tätig. Als ich erfuhr, dass die Projektstelle von Olly im aqu@rium ausgeschrieben wurde, war für mich klar, dass ich mich darauf bewerben musste. Immerhin hat mich dieses Projekt sehr lange begleitet. Ich kenne das afk-Radioprojekt aus beiden Perspektiven und hoffe natürlich heimlich, diese Stelle nicht mehr räumen zu müssen.