Sommer.dok

Sommer.dok ist ein offenes Angebot junger Menschen, die sich aktiv an der Bildungsarbeit des NS-Dokumentationszentrums beteiligen wollen. Sie setzen sich ihren Fragen und Interessen entsprechend zum einen mit der Geschichte des Nationalsozialismus in München auseinander und zum anderen mit Themen unserer heutigen Gesellschaft und der Demokratie. Und sie gestalten in Eigenregie die Methoden und den Rahmen ihrer Bildungsarbeit.

Sommer.dok findet einmal jährlich im Juli oder August für ein bis drei Tage auf dem Königsplatz statt und wird ausschließlich von jungen Menschen für junge Menschen geplant, organisiert und durchgeführt. Es baut eine Brücke zwischen NS-Dokumentationszentrum und (junger) Stadtgesellschaft.

Sommer.dok
 ist ein Experiment: Es lebt von der Initiative junger Menschen, ihren thematischen, methodischen und gestalterischen Ideen. Alle sind willkommen und eingeladen mitzumachen: das Interesse zählt.  

Ein Veranstaltungsteam übernimmt jährlich die Koordination und Organisation des Programms:

Interessierte junge Menschen können sich mit einem Angebot am Programm beteiligen, ob es sich um Vorträge, Diskussionen, Filmvorführungen, kreative oder musische Workshops, Führungen etc. handelt. Die Angebote sind teils geschlossen für angemeldete Teilnehmende und teils öffentlich für interessierte Besucherinnen und Besucher, aber prinzipiell kostenlos. Nur bei Bedarf werden Experten und Expertinnen zu bestimmten Themen eingeladen.

StadtschülerInnenvertretung – SSV

Die Münchner StadtschülerInnenvertretung ist eine stadtweite Plattform für engagierte Schülerinnen und Schüler, denen so die Möglichkeit gegeben wird, ihre Interessen und Anliegen gegenüber der Politik, der Öffentlichkeit und anderen Verbänden zu vertreten. Hier lernen Schülerinnen und Schüler Demokratie und Partizipation am politischen Prozess.
Im Herbst 2008 wurde der 18-köpfige Vorstand im Alten Rathaus durch die eingeladenen SchülersprecherInnen gewählt.

Die Schülerinnen und Schüler treffen sich regelmäßig, um sich auszutauschen und gemeinsame Projekte zu organisieren. Der Vorstand vertritt die Interessen und Anliegen der Münchner Schüler/innen gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik. Schüler/innen sind nicht nur von der Bildungspolitik betroffen, sondern von vielen anderen Themen, die auf kommunaler Ebene entschieden werden. Das bedeutet, in der StadtschülerInnenvertretung können die Schülerinnen und Schüler über alle Anliegen sprechen und diskutieren. Natürlich kommen auch schulübergreifende Veranstaltungen wie Sportturniere, Partys und Empfänge nicht zu kurz.


Kontakt

StadtschülerInnenvertretung
Lorenz Seibl

c/o Haus der Jugendarbeit
Rupprechtstr. 29 / 1. OG
80636 München

Tel. 089 / 552 73 18-50
www.ssv-muenchen.de

Fachstelle Partizipation

Die Partizipation junger Menschen an den sie betreffenden Angelegenheiten ist für den KJR München-Stadt jugendpolitisches Ziel und pädagogischer Auftrag.

Wir wollen mit unserer pädagogischen Arbeit Erfahrungsräume und Strukturen schaffen, die Demokratie erlebbar machen. Damit tragen wir dazu bei, die Fähigkeiten von jungen Menschen, Verantwortung für das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft zu übernehmen, zu unterstützen und zu erweitern.

Die Fachstelle Partizipation ist zuständig, die praktische Verankerung von Partizipationsformen – vor allem in den OKJA-Einrichtungen des KJR – zu befördern, und ist Schnittstelle für Partizipation innerhalb und außerhalb der OKJA-Einrichtungen des KJR.

Weitere Aufgaben der Fachstelle Partizipation sind die Förderung und Beratung von Projekten zu Kinderrechten sowie die aktive Mitwirkung bei den Kinder- und Jugendforen im Münchner Rathaus. Bezugspunkte der Arbeit sind, neben den Leitlinien des KJR, die UN-Kinderrechte und Münchner Konzepte zu Beteiligung und Mitsprache für Kinder und Jugendliche.

Die Zusammenarbeit mit KJR-Einrichtungen und die Kooperation mit anderen Trägern und Institutionen ist wesentlicher Bestandteil der Arbeit, um neue Projekte zu entwickeln oder bestehende fortzuführen.

Praxisorientierte Basis der Fachstelle sind die KJR-interne Vernetzung, der AK Kinder- und Jugendbeteiligung und die AG Partizipation.

Die Fachstelle Partizipation ist Ansprechpartnerin für die “Jungen Mikroprojektefür Jugendliche von 14 bis 21 Jahren und für Fachkräfte.


 

Die Aktion! – Jugendbeteiligung München

In München gibt es zahlreiche Jugendliche, Jugendgruppen und Jugendinitiativen, die sich aus einer individuellen Betroffenheit heraus bilden oder gebildet haben, um gemeinsam für ihre Interessen einzutreten: Seien es junge Geflüchtete, die für das Recht auf (Aus-)Bildung, Bleibeperspektiven und Arbeit kämpfen, oder Jugendliche, die als “No-PAG-Jugend” gegen die zunehmende Überwachung und Gesetzesverschärfungen in Bayern protestieren. Bis hin zu Engagement für Klimagerechtigkeit und Klimaschutz mit dem Klimacamp München sowie “Fridays for Future”.

Im Unterschied zu dem Bereich der Kinderbeteiligung gibt es für diese Jugendlichen und jungen Erwachsene keine expliziten Unterstützungsprojekte. Die Unterstützungsleistung wird deshalb hier vor allem jugendpolitisch und nicht vorrangig pädagogisch benötigt.

Die Aktion! – Jugendbeteiligung München richtet daher den Fokus sowohl auf Initiativen und Gruppen von Jugendlichen, die sich strukturell und organisatorisch noch im Aufbau befinden und jugendpolitisch aktiv sind, als auch auf diejenigen, die im Bereich der politischen Jugendbildung aktiv werden wollen. Dies geschieht im Bereich der poltischen Bildung z. B. über die Bildungsprogramme “Flucht & Asyl” des “Jungen Bündnis für Geflüchtete München” als auch mit dem aktuellen BJR-Programm “MitMachen in der Gesellschaft – Workshops von und für Migranten bzw. Migrantinnen und Geflüchtete”.

Die Aktion! – Jugendbeteiligung München unterstützt nicht parteipolitisch oder verbandlich organisierte Jugendliche bei der Durchsetzung ihrer berechtigten Interessen gegenüber der Stadtgesellschaft und Politik. Den unterstützten Jugendlichen ermöglicht sie dadurch im Idealfall Empowerment und Selbstwirksamkeit. Es gilt dabei, den Jugendlichen nicht Spielwiesen zuzuweisen oder die Anpassung an die Formen der repräsentativen Demokratie von ihnen zu verlangen, sondern in der Auseinandersetzung mit anderen Interessen und Rahmenbedingungen mitverantwortliche Selbstbestimmung zu ermöglichen.

Kontakt

Die Aktion! Jugendbeteiligung München
Ronia Sengfelder

c/o Haus der Jugendarbeit
Rupprechtstr. 29 / 1. OG
80636 München

Tel. 089 / 552 73 18-18
Mobil: 0171 / 838 78 60

Die Aktion! bei Facebook

Kinder- und Jugendforum

So macht Politik Spaß!

Zweimal im Jahr findet im Münchner Rathaus ein Kinder- und Jugendforum statt. Das ist der Treffpunkt für alle Jungs und Mädchen, die etwas zu sagen haben, ihre Stadt mitgestalten möchten und der Meinung sind, dass Politik nicht nur etwas für Erwachsene ist. Auf dem Kinder- und Jugendforum können sie Ideen und Anregungen vorbringen, mit Stadträten und Entscheidungsträgern diskutieren und Änderungsanträge stellen. 

Der KJR ist mit der Fachstelle Partizipation im AK Kinder- und Jugendbeteiligung dort eingebunden.

Im großen Sitzungssaal des Münchner Rathauses, dort, wo in der Regel der Oberbürgermeister der LH München und der Stadtrat die Geschicke der Stadt lenken, haben zweimal im Jahr Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren das Wort. Zu ausgewählten Themen und aktuellen Anlässen können sie Anliegen formulieren und Anträge stellen, mit anderen Kindern sowie erwachsenen Experten und Expertinnen aus Politik und Verwaltung diskutieren und darüber abstimmen.

Ist ein Antrag positiv angenommen, wird dafür eine Patin oder ein Pate aus den Reihen der eingeladenen Erwachsenen gesucht. Ein Geschenk symbolisiert mit seiner Überreichung den Antrag und das Versprechen, sich gemeinsam mit den Kindern für diesen einzusetzen. Gleichzeitig wird der Antrag mit den Namen aller Beteiligten schriftlich festgehalten. Passiert nach einiger Zeit nichts, schaltet sich das Büro des Kinder- und Jugendforums ein und fragt nach.

Alle Kinder und Jugendlichen können zum Kinder- und Jugendforum kommen, der Eintritt ist frei.
Junge Münchnerinnen und Münchner müssen also nicht warten, bis sie erwachsen sind, um sich für ihre Interessen einzusetzen. Mit frühzeitigen Mitwirkungsmöglichkeiten am eigenen Wohnort lernen Kinder und Jugendliche von Anfang an Verantwortung für die Mitgestaltung ihrer Lebens-, Lern- und Freizeitbedingungen zu übernehmen.

Das praktische Erlernen und Erleben der Demokratie von klein auf trägt maßgeblich zur Entwicklung der Partizipationsfähigkeit bei – Schritt für Schritt.
Partizipation bedeutet nicht nur mitmachen und dabei sein: Kinder und Jugendliche artikulieren ihre Interessen, entscheiden mit und beteiligen sich an der Umsetzung bzw. organisieren sich selbst. Fast 83 Prozent derjenigen, die sich heute gesellschaftlich stark engagieren, haben dies bereits in der Kindheit und Jugend getan. Ein guter Grund, Mädchen und Jungen möglichst viele Chancen zur Mitwirkung zu eröffnen!

Am 22. November 2019 feierte das Münchner Kinder- und Jugendforum – zeitgleich mit dem 30. Geburtstag der Kinderrechte und des Arbeitskreises Kinder- und Jugendbeteiligung – sein 70. Jubiläum.
Ins Leben gerufen wurde es von einem Arbeitskreis unterschiedlicher freier Träger. Im gleichen Jahr der Unterzeichnung der UN Kinderrechtskonvention.
Das Recht auf Beteiligung und Anhörung der Kinder, in den Artikeln 12 und 13 der UN-Kinderrechtskonvention verankert, sowie der von Kindern formulierte Wunsch „den Erwachsenen mal sagen zu dürfen, was alles verändert werden sollte“ standen zu Beginn dieser Partizipationsform in München, die sich seither stetig weiterentwickelt hat und zu einer festen Einrichtung der Stadt geworden ist.

Jedes Forum wird mit einem zweiwöchigen Schulklassenprogramm in unterschiedlichen Schulen und Freizeiteinrichtungen vorbereitet.
Neben dem Verein Kultur und Spielraum e.V., Ökoprojekt MobilSpiel e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik (AGFP) ist der KJR München-Stadt Mitbegründer der Foren und seit Beginn im Arbeitskreis (AK) Kinder-und Jugendpartizipation vertreten. Der AK hatte eine bundesweite Vorreiterrolle in Bezug auf offene Partizipations-Foren für Kinder- und Jugendliche in der Kommunalpolitik und deren Verankerung. Fachtagungen und runde Tische sollen auch weiterhin die münchenweite Partizipation von Kindern und Jugendlichen stärken und Netzwerke für Partizipation von Kindern und Jugendlichen schaffen.

Partizipation

Demokratie kennt keine Altersgrenzen, sie ist ein Prinzip, eine Staatsform, sie ist lebendig. 
Demokratie muss bereits für Kinder und Jugendliche erfahrbar und praktizierbar sein. 

Der KJR ermöglicht die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung ihrer eigenen Lebenswelten und an politischen Prozessen. 
Dies geschieht in seinen Mitgliedsverbänden, seinen Einrichtungen und in speziellen Projekten.


Partizipation in den Freizeitstätten

Die einfachste Übersetzung von Partizipation ist Teilnahme oder Beteiligung.
Partizipation in den Kinder- und Jugendeinrichtungen  des KJR ist als Querschnittsaufgabe definiert und an die vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien gebunden. 

In den fast 50 Freizeiteinrichtungen hat Partizipation sehr unterschiedliche Ausprägungen. Sie reicht von sehr geregelten Systemen bis zu loser Mitsprache. Immer jedoch ist die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen der jeweiligenen Einrichtung mitbestimmt.

Kinderrechte in Zeiten von Corona

Kinder und Jugendliche sind durch eine Ansteckung mit dem Covid-19-Erreger zwar am wenigsten direkt bedroht. Die Auswirkungen der aktuellen Restriktionen treffen sie jedoch unverhältnismäßig […]

Partizipation im KJR

In den KJR-Freizeitstätten wurden Mindeststandards für die formale Partizipation erprobt. Die Auswertung der Erprobungsphase liegt jetzt als Broschüre vor. Welche Spiele werden für den […]