Diana

Diana war von 2003 bis 2015 regelmäßige Besucherin vom pfiffTEEN. Auch jetzt trifft man sie immer noch dort an.

Ich kann alles erreichen.

Wann warst Du das erste Mal im pfiffTEEN?

Soweit ich mich erinnern kann, war mein erster Besuch mit 12 Jahren. Davor war ich jahrelang im Kinderhaus Wolkerweg bei Sigi und Marietta. Ich konnte es damals gar nicht erwarten, endlich zu den „Großen“ zu gehören und das pfiffTEEN besuchen zu dürfen.

Wie lange hast Du das pfiffTEEN besucht?

Das pfiffTEEN hat meine gesamte Kinder- und Jugendzeit begleitet. Es war für mich das „zweite Zuhause“. Fast jeden Tag habe ich meine Schultasche zu Hause abgeladen und bin danach sofort hingestürmt.

Was hast Du von den Angeboten genutzt?

Da ich fast täglich im pfiffTEEN war, habe ich an allem was das „Freizi“ so bot, teilgenommen. Von Töpfer-Kurs, Tanz- und Yoga-Workshop, gemeinsame Kochtage, erste Musikaufnahmen bis zum Sommerlager am Ammersee war das Programmangebot sehr bunt und lustig.

Gab es bestimmte Ansprechpersonen, die für Dich besonders wichtig waren?

Oh ja, Ibo, Maro und Franz. Mit jedem von ihnen konnte ich über verschiedene Dinge sprechen. Mit Franz hatte ich damals viel über mein großes Hobby, die Musik, gesprochen und mir Tipps geholt. Er war unser DJ-Meister und hat für uns Musik-Workshops angeboten – das war sehr schön! Ibo und Maro waren meine „Helferinnen und Retterinnen“ bei allen weiteren Themen, die man als Mädchen und später auch als junge Frau so hat. Hier würde ich auch gerne ein großes Dankeschön an die drei geben!

Gab es Situationen, in denen Du individuell unterstützt wurdest?

Damals wusste ich nicht so genau mit meinen zwei Kulturen (deutsch/türkisch) umzugehen. Maro, Ibo und Franz haben mich auf den Weg der Selbstsuche und der Zugehörigkeit zu beiden Kulturen hingeleitet und sehr unterstützt. Sie haben mir gezeigt, wie weltoffen ich mit beiden Kulturen umgehen kann.

Auch meinen Qualikurs konnte ich zum Glück im pfiffTEEN machen. Damals hatte ich vor dem Abschluss schon einen Ausbildungsplatz unter der Bedingung, den Schulabschluss zu schaffen. Das war sehr viel Druck. Vor allem war ich es nicht gewohnt, regelmäßig zu lernen. Durch den intensiven Qualikurs in den Ferien hatte ich den Schulabschluss dann erfolgreich in der Tasche.

Gibt es Dinge an die Du heute immer noch denkst und die Du beherzigst?

Dass ich alles erreichen kann. Und durch die Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte konnte ich in frühen Jahren viele Interessen und Hobbys entwickeln – die Liebe zur Musik, zum Theater und generell zu Kulturangeboten.

 Was machst Du heute?

Ich arbeite als Kundenbetreuerin bei der Interhyp AG. Dort berate ich Kunden zum Thema „Baufinanzierung“. Mittlerweile habe ich auch eine Weiterbildung als Wirtschaftsfachwirtin abgeschlossen und bin somit auch Ansprechpartnerin für die Ausbildung als „Kauffrau/-mann im Dialogmarketing“. Ein zweites Standbein als Event- und Hochzeitssängerin habe ich mir parallel auch aufgebaut.

Hast Du heute noch Kontakt zu Leuten von damals oder zur Einrichtung?

Bis heute besuche ich immer noch gerne die Pädagoginnen und Pädagogen und unterstütze sie ehrenamtlich in verschiedenen Projekten. Kontakt zu den damaligen Jugendlichen habe ich mittlerweile nicht mehr.