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Kinder- und Jugendarbeit in Zeiten von Corona

Die KJR-Freizeitstätten sind zwar seit dem 16. März ebenso wie Kitas und Schulen geschlossen, haben ihre Arbeit jedoch nicht eingestellt, im Gegenteil. Die Pädagoginnen und Pädagogen der Freizeittreffs machen zahlreiche Angebote - nicht nur digital ...

Mit Ideenreichtum finden die Pädagogik-Profis auf vielen Kanälen zu den Kids: per Telefon, E-Mail, Skype und vor allem Instagram bieten sie Austausch, Spiel, Spaß und Beratung.

Die einen streamen live aus den verwaisten Jugendtreffs, die anderen verschönern Wände mit vorher von den Jugendlichen online abgestimmten Motiven, einige richten auf ihrer Homepage eine Kinderecke mit Spiel- und Basteltipps ein und andere haben sogar einen virtuellen Jugendtreff eröffnet.

Die jungen Münchnerinnen und Münchner nehmen das Angebot gerne an, telefonieren, chatten, daddeln, posten – und schicken sogar ihre Hausaufgaben an die Pädagogen und Pädagoginnen.

Im Netz präsent sind die Freizeitstätten des KJR schon lange, viele sind auch schon länger in Sozialen Medien wie Facebook, Twitter und zunehmend Instagram unterwegs. Doch so intensiv wie jetzt haben bisher die wenigsten das Web für den Kontakt zu ihren Kindern und Jugendlichen genutzt.

Welche Angebote – von einzelnen Freizeitstätten, aber auch münchenweit – es gibt, sammeln wir auf unserem „Corona-Blog“ unter https://webzweinull.kjr-blog.de.

Seit 27. April online ist die neue Plattform "Kinderwelten" unter www.kjr-kinderwelten.de  

Sie bietet zur Corona-Zeit und darüber hinaus viele spannende Anregungen, um kreativ zu werden. Sie ist zugleich Bühne und Sprachrohr für Kinder, Ideenbörse und Notrufsäule.

Mia ist neun Jahre alt und näht Gesichtsmasken. Lena weiß, wie man Origami-Elefanten bastelt. Beide verraten auch anderen, wie es geht. Und die vierjährige Noémi aus Neuhausen hat sich ein Corona-Lied ausgedacht, in dem sie singt, wie doof sie Corona findet. „Wenn es zurzeit blöd wird, dann mag ich das Leben nicht. Was soll ich tun? Es wird ja immer noch die Corona-Zeit da sein“, heißt es im Video. Das sind nur drei von unzähligen Beispielen des neuen Portals „Kinderwelten“.

Im Gegensatz zu Jugendlichen sind Kinder meist nicht über Social Media erreichbar. Sie sind entweder zu jung – bei Instagram müssen sie mindestens 13 Jahre alt sein, bei YouTube oder WhatsApp mindestens 16 – oder sie interessieren sich einfach noch gar nicht dafür.

Deshalb haben wir auf www.kjr-kinderwelten.de eine Fülle von Ideen und Mitmach-Möglichkeiten zusammengetragen, die auch für Kinder leicht zugänglich sind. „Ganz wichtig ist aber, dass Kinder die Seite auch selbst mit Leben füllen können“, sagt die KJR-Kinderbeauftragte Kerstin Hof.

Zum Beispiel im Bereich „Kids on Stage“. Hier können Kinder ihre Ideen auf einer virtuellen Bühne präsentieren. Das gleichnamige Kinderkultur-Festival hätte heuer am 8. Mai sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Nun werden die Beiträge - wie etwa Tanz, Gesang, Theater und Comedy - online gesammelt und live präsentiert, sobald dies wieder möglich ist.

Von Kindern für Kinder“ und „Schreib uns“ sind Foren, in denen Kinder untereinander Ideen austauschen und vorstellen können. Dem KJR ist es wichtig, Kindern auch online eine Stimme zu geben, so dass sie ihre Anliegen mitteilen können und gehört werden.

Genau darum geht es auch im Bereich „Raise your voice – Sag’s laut!“. Unter diesem Titel startet der KJR gerade eine Kampagne, die Bedürfnisse, Sorgen, Meinungen und Wünschen von Kindern und Jugendlichkeit Gehör verschaffen will. „Denn wie die jungen Münchnerinnen und Münchner die Corona-Zeit erleben, spielt in der öffentlichen Wahrnehmung bisher noch kaum eine Rolle“, sagt Hof. „Das soll sich ändern!“

Der Bereich „Selber Machen“ gibt Tipps und Anregungen aus dem reichen Kinderkultur-Schatz von Künstlern und Pädagoginnen. Bei „Erleben“ sind interessante Kinderkultur Veranstaltungen aus ganz München zu finden. Beispielsweise virtuelle Museumsführungen, Theatervorstellungen zum online Anschauen oder virtuelle Workshops vom Haus der Kunst.

Ebenso wichtig ist dem KJR der Kinderschutz, der gerade besonders schwierig ist. Schließlich können sich betroffene Kinder derzeit nicht ohne weiteres vertrauensvoll an Lehrkräfte oder Pädagoginnen und Pädagogen in Kita, Hort oder Freizeittreff wenden. Deshalb gibt es den „Hilfe-Bereich“ unter dem Titel „Wir sind für Dich da“. Hier finden Kinder in Notlagen die bundesweite Aktion „Kein Kind alleine lassen“ mit Notrufnummern und Hilfsangeboten.

In der „Eltern-Zone“ gibt es Infos zu Medienkompetenz oder zum neuen „Tablet-Zuschuss“ der Landeshauptstadt München für Familien mit geringem Einkommen. Und auch die für die Veröffentlichung von eigenen Beiträgen der Kinder notwendigen Einverständniserklärungen zum Download.

Eine weitere spannende Rubrik der Kinderwelten ist „Kinderkultur to go“. Dahinter verbirgt sich eine Sammlung toller Ideen, die von vielen KJR-Freizeitstätten zusammengetragen wurde. Sie stellen den persönlichen Kontakt und die Beziehungsarbeit zu Kindern und Jugendlichen auch in Corona-Zeiten in den Vordergrund. Das können Wundertüten sein, die im Stadtteil an die Kids verteilt werden oder an der Einrichtung abgeholt werden können. Oder Drive-in-Stationen und Ausgabehäuschen für Spielmaterial, Bücher oder Bastelpäckchen. Oder eine Steinkette aus bemalten Steinen, die miteinander verbindet. Und viele Ideen mehr.

Verknüpft sind die Kinderwelten auch mit den Angeboten des Kinderkultursommer (KiKS), bei dem der KJR seit vielen Jahren Kooperationspartner ist. So viele Anregungen und Ideen hier bereits zusammengetragen sind, „Kinderwelten“ lebt von den Beiträgen der Kinder. Die sind daher herzlich eingeladen, das Angebot nach ihrem Geschmack auszubauen!

Natürlich ist die gesamte Seite werbefrei und nichtkommerziell.

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