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Jahresziele 2016

  • Wir führen öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und weitere geeignete Maßnahmen durch, um eine Reform des MVV-Ausbildungstarifs zu erreichen. Dazu werden zusammen mit dem AK Jugend- und Ausbildungsticket Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Verkehrsverbund & -unternehmen, Expertinnen und Experten geführt und/oder eine öffentliche Kampagne für ein Jugend- und Ausbildungsticket entwickelt.

    Im Juni fand ein Hearing zur MVV Tarifstruktur unter Beteiligung der Verwaltung, der Politik, der Verkehrsbetriebe und des AK Mobilität statt. Die Ergebnisse und ein erweitertes Forderungspapier wurden in den MVV Tarifstrukturprozess und in die Politik (Stadtrat) eingebracht und dort diskutiert. Zudem wurden intensive Hintergrund‐ und Fachgespräch im Kontext § 45a Personenbeförde-rungsgesetz (PBefG) geführt. Insgesamt führten die Bemühungen zu einer Befassung mit unseren Forderungen im Stadtrat und zu einem erneuten Beteiligungsworkshop im Dezember 2016, der ebenfalls erfolgreich durchgeführt wurde. Ein Sondierungsgespräch zur Pauschalisierung § 45a PBefG ist für 2017 terminiert.

  • Wir planen und organisieren - auch gemeinsam mit Partnern - Veranstaltungen und Aktionen zum Thema „Entschleunigung“ und setzen diese öffentlichkeitswirksam um.

    Die Freizeitstätten Jugendtreff Neuhausen, Jugendtreff Neuaubing, Aubinger Tenne, Kinder- und Jugendtreff Trudering – frei.raum und das Bewohnerzentrum (BWZ) Neuperlach haben pädagogische Angebote/Projekte zur Entschleunigung erfolgreich durchgeführt. Zielgruppen waren entweder die Kinder und Jugendlichen selbst oder die Öffentlichkeit, die mit Aktionen darauf aufmerksam gemacht wurden, wie wichtig „Chillen" für junge Menschen ist.

  • Wir setzen Impulse bei Bildungsprojekten im Vor- und Grundschulbereich in unseren Einrichtungen wie HAUSIX, LESIX und "Aktive Kinder brauchen aktive Eltern" und prüfen die Übertragbarkeit (ggf. auch einzelner Elemente) auf weitere Einrichtungen.

    Das Projekt LESIX wurde zeitlich begrenzt in zwei weiteren Einrichtungen der Abteilung Kinder umgesetzt. Zudem führten drei Einrichtungen der Abteilung Projekte zur Leseförderung durch. Eine LESIX‐Fortbildung wurde erfolgreich durchgeführt. Die Auseinandersetzung mit dem LESIX-Projekt hat wichtige Impulse für die Leseförderung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ergeben. Die Auswertung und Sicherung der Ergebnisse wird im Jahr 2017 fortgesetzt.

  • Wir erarbeiten (gemeinsam mit unseren Einrichtungen) eine Position des KJR zu den Bedürfnissen und Notwendigkeiten aus Sicht der Kinder beim Start ins Schulleben und publizieren diese in geeigneter Weise.

    Durch den Start der Münchner Förderformel im Schuljahr 2016/17 und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand verzögerte sich das Vorhaben. Die Publikation befindet sich derzeit in Vorbereitung und wird voraussichtlich Mitte 2017 veröffentlicht.

  • Wir entwickeln gemeinsam mit der Polizei und dem Stadtjugendamt verschiedene Veranstaltungen, um das gegenseitige Verständnis von Polizei und jungen Leuten zu verbessern.

    Die AG „Jugend und Polizei“ arbeitete mit Vorstandsbeteiligung und entwickelte eine Reihe von Ideen. Mit der Polizei und dem Jugendamt (Streetwork) fanden mehrere Austauschtreffen statt. Die Beratungsstelle Jugend und Polizei im Jugendinformationszentrum (JIZ) hat im Oktober 2016 ihre Arbeit aufgenommen. Ein Flyer zum Umgang mit der Polizei war am Jahresende kurz vor der Fertigstellung. Eine App für das Smartphone ist in Planung. YouTube-Clips zum Thema wurden im Herbst konzipiert und erstellt. Anfang 2017 fand ein weiteres Austauschtreffen mit Polizei und Streetwork statt, das Thema wird 2017 weiter bearbeitet.

  • Wir intensivieren unserer Arbeit mit Flüchtlingen (z.B. Schulsozialarbeit mit Flüchtlingen) und weiten die bestehenden Aktivitäten aus (z.B. LOK Arrival und "Willkommen in München").

    Die Angebote für junge Geflüchtete wurden deutlich ausgebaut. Neben der Schaffung der Projekt-leitungsstelle „Junge Geflüchtete“ wurde das Personal von „Willkommen in München“ (WiM) und LOK Arrival befristet verdoppelt. Die Übernahme der Schulsozialarbeit konnte nicht umgesetzt werden. Steuerung und Auftrag von WiM wurden mehrfach an die sich dynamisch entwickelnde Situation angepasst. Beide Projekte wurden vom Stadtrat nur für ein Jahr (2017) verlängert. Nach der Reduzierung des WiM-Teams zum 01.03.2017 auf fünf Stellen wird das Leistungsangebot entsprechend eingeschränkt werden. LOK Arrival konnte die Angebote stark ausbauen und in die-sem Umfang auch bis Jahresende weiterführen. Die Zahl der jungen Geflüchteten in München hat deutlich abgenommen.

  • Wir unterstützen das Stadtjugendamt und den Trägerverbund UMF bei tagesstukturierenden Angeboten und bei der Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen (uM) und ordnen ggf. freiwillige Mitarbeiter/innen aus Freizeitstätten und der Schulsozialarbeit dafür ab.

    Die Abordnung von KJR-Personal wurde aufgrund des rückläufigen Bedarfs im Februar 2016 beendet.

  • Wir bereiten den DJHT 2017 mit dem Schwerpunkt Flüchtlinge vor.

    Die Vorbereitungstreffen mit dem KJR München‐Land fanden wie geplant statt. Im Juli wurde ein Vorstandsbeschluss zur Finanzierung getroffen. Gemeinsam wurden im März 2017 beim Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf Projekte für junge Geflüchtete sowie die Ergebnisse der Münchner Jugendbefragung präsentiert..

  • Wir streben die Zertifizierung von weiteren Einrichtungen für NATÜRLICH² an.

    Vier weitere Freizeitstätten haben 2016 ihr Getränke- und Speiseangebot für Kinder und Jugendliche auf den Standard „NATÜRLICH²“ umgestellt. Im März 2017 wurden die Zertifikate an den Jugendtreff Harthof, den Abenteuerspielplatz Neuhausen, die Musisch-Kreative Werkstatt und den Kinder- und Jugendraum RIVA NORD verliehen. Weitere Einrichtungen nehmen an dem Programm teil.

  • Wir nehmen Einfluss auf das "Lernen durch Engagement"-Konzept der Landeshauptstadt München mit dem Ziel, dass dort das gesamte Spektrum des Engagements junger Menschen seinen Platz findet.

    Die Zuständigkeit für „Lernen durch Engagement“ (LdE) lag 2016 beim Referat für Bildung und Sport (RBS) und der Stiftung „Gute Tat“. Nach Gesprächen im August zur Entwicklung weiterer Aktionsformen wurde die Förderung der „Guten Tat“ als Kompetenzzentrum LdE in München vom RBS abgelehnt. Damit hatte das Thema zunächst keine weitere Perspektive. Das RBS plant für 2017 aber eine eigene Strategie zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements (BE). Die Beteiligung des Fachbeirats BE und des KJR ist dabei grundsätzlich zugesagt.

  • Wir unterstützen das Münchner Haus der Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie und der Vereinsgründung.

    Der Trägerverein „Münchner Haus der Schüler/innen“ (MHdS) wurde fortlaufend bei der  Immobiliensuche und den Gesprächen zur Nutzung des „Hauses der Jugendarbeit“ unterstützt. Seit August wird die Nutzung einer sehr gut geeigneten Immobilie in der Lindwurmstraße verfolgt, die bisher von der Volkshochschule (MVHS) genutzt wurde. Die erforderlichen Beschlüsse wurden im Stadtrat gefasst. Der Umzug wird geplant. Detailplanungen (Absprachen mit Architekt usw.) erfolgten durch den Trägerverein MHdS.

  • Wir streben eine Verstetigung der Vertretung von Besuchern und Besucherinnen aus den Freizeitstätten in der Vollversammlung des KJR an.

    An beiden KJR-Vollversammlungen im Jahr 2016 haben Jugendliche aus verschiedenen Einrichtungen teilgenommen (Cafe Netzwerk, MKJZ Westend, Come In Neuperlach). Die Stimmrechte wurden wahrgenommen.

  • Wir führen ein Modellprojekt an einer Schule in Kooperation mit einer Einrichtung zur Mitbestimmung in der Schule durch.

    Das erfolgreiche Partizipationsprojekt der Schulsozialarbeit an der Mittelschule Fromundstraße wurde im März als Themenschwerpunkt im Kuratorium des KJR vorgestellt. Das Projekt wurde im Schuljahr 2016/2017 mit einer sechsten und einer siebten Klasse fortgeführt. Es nehmen 18 Schü-ler/innen daran teil, die sich vier Ziele zur praktischen Umsetzung gesetzt haben.

  • Wir setzen die Fachdebatte zur Schulsozialarbeit fort, mit dem Ziel, die soziale Arbeit an der Schule für die Inhalte der Jugendarbeit zu öffnen.

    Beim Ganztagsbildungskongress 2016 wurden Beiträge im Rahmen der Veranstaltung „Lightning Talks“ („Ganztag ist mehr als Schule“) und mit der Broschüre „Wildes Lernen“ geleistet. Das Parti-zipationsprojekt der Schulsozialarbeit an der Mittelschule Fromundstraße wurde im Kuratorium des KJR vorgestellt. Das Kooperationsgremium Jugendhilfe und Schule führte 2016 zwei Praxisbesuche an den Mittelschulen Situlistraße und Wiesentfelserstraße durch. Das Netzwerk Ganztagsbildung erarbeitete ein gemeinsames Positionspapiers zur Ganztagsbildung, das 2017 veröffentlicht wird.

  • Wir setzen uns dafür ein, dass das Jugendamt und das RBS einen Gesamtüberblick der Schulkooperationen/-maßnahmen an allen Schulen in München veröffentlichen.

    Das Jugendamt erstellte in Abstimmung mit dem Kooperationsgremium Jugendhilfe und Schule einen ersten Entwurf für eine Übersicht, der beim Kooperationsgremium im Oktober vorgestellt wurde. Die Fragen der Bündelung/Konzentration (Struktur) und der dauerhaften Pflege einer Datenbank werden zusammen mit dem Jugendamt, dem RBS, dem Kulturreferat und den Partnern der Szene derzeit geklärt.

  • Wir streben die Zertifizierung weiterer Freizeitstätten als "Offen für ALLE"-Einrichtung (LGBT-Label) an und verstetigen die Fachdiskussion.

    Im November 2016 wurden drei weitere Einrichtungen als „Offen für ALLE“-Einrichtung zertifiziert: Café Netzwerk, Laimer Jugendzentrum und Kinder- und Jugendtreff 2Club. Der KJR arbeitete zu-sammen mit den Partnern Jugendamt und den Trägern von Freizeitstätten im Bündnis „Wir sind die Zukunft“ an dem Projekt. Für 2017 sind weitere Aktivitäten wie z.B. Zertifizierungen und Fort-bildungen in Planung.

  • Wir stoßen eine Fachdebatte zur künftigen Entwicklung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit an.

    Der KJR beteiligte sich bei der AG zur Fortschreibung der Rahmenkonzept OKJA (FachArge des Jugendamts) mit Schwerpunkt „Offener Treff“. Im September wurde eine interne Fachveranstaltung zum Thema erfolgreich unter großer Beteiligung durchgeführt. Ein öffentlicher Fachtag des Bündnisses „Wir sind die Zukunft“ (WsdZ) zusammen mit dem Jugendamt wurde im Frühjahr 2017 zum Thema „Strukturprinzipien der Offenen Kinder- und Jugendarbeit: Form, Fundament oder Fleißaufgabe?“ durchgeführt.