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Wünsche werden wahrgenommen

Interview mit Simon Dannecker, in der Sportkita Wirbelwind

Wie lange arbeitest du schon beim KJR bzw. in der Sportkita Wirbelwind?

Ich bin seit September 2016 beim KJR. Anfangs habe ich als sogenannter Springer gearbeitet und konnte dadurch sehr viele verschiedene Einrichtungen des KJR im Kita-Bereich kennenlernen. Seit September 2017 arbeite ich in der Sportkita Wirbelwind.

 

Was machst du dort?

Ich bin Kinderpfleger. Meine Arbeit wird von pflegerischen Tätigkeiten für die Kinder bestimmt. Mit ihnen zur Toilette gehen, zusammen mit ihnen essen. Meine Tätigkeit hat durchaus pädagogische Aspekte. Ich bin zwar nicht konzeptionell pädagogisch unterwegs, setze aber diese Konzepte praktisch um. Ich unterstütze die Erzieherinnen und Erzieher darüber hinaus in deren pädagogischer Jahresplanung, erstelle Bildungsangebote, die auf diesem Plan basieren. Ich habe ein wirklich weitreichendes Mitspracherecht.

 

Wie wird man Kinderpfleger?

Kinderpfleger ist die Vorstufe zum Erzieher bzw. zur Erzieherin. Die Berufsausbildung zum Kinderpfleger dauert zwei Jahren. Erst danach kann man Erzieher oder Erzieherin werden. Ab September 2018 werde ich diese weiterführende Ausbildung beginnen und mich extern zum Erzieher ausbilden lassen. Während dieser Zeit kann ich weiter in Vollzeit als Kinderpfleger beim KJR arbeiten – gehe am Abend und samstags zur Schule. Das Ganze wird 18 Monate dauern, danach Prüfung und schließlich Anerkennungsjahr.

Es ist durchaus üblich, dass man während der Zeit dieser Weiterqualifikation bei seinem bisherigen Arbeitgeber bleibt. Beim KJR war das gar kein Problem. Wenn man es rechtzeitig anspricht und die Rahmenbedingungen klärt, hätte ich auch die Möglichkeit, in dieser Zeit meine Wochenarbeitszeit zu reduzieren, um mehr Kraft in die Ausbildung stecken zu können. Wie gesagt – der KJR macht es einem da sehr leicht. Es geht ja schließlich auch darum, dass man sich fachlich weiterentwickelt, was dem Arbeitgeber wieder zugutekommt.

 

Wie schätzt du den KJR insgesamt als Arbeitgeber ein?

Was mir am KJR wirklich gefällt: er ist in all seinen Bereichen und Arbeitsfeldern wirklich gut organisiert. Ich habe ja als Springer viele Einrichtung erlebt und kann das wirklich bestätigen.

Außerdem finde ich gut, dass in den Einrichtungen des KJR – besonders im Kitabereich – viele Männer arbeiten. Das ist eher ungewöhnlich in unserem Fach.

 

Gibt es andere Besonderheiten des KJR?

Der Kreisjugendring hat in der Öffentlichkeit wirklich ein gutes Image. Er wird in ganz verschiedenen Bereichen wahrgenommen – vom Jugendzentrum bis eben zur Kita. Das Angebot ist entsprechend breit und der KJR macht sich in der Stadt bemerkbar – auch in politischer Hinsicht.

 

Und die Bezahlung?

Da hat sich viel getan und die Bezahlung ist nun deutlich attraktiver geworden. Man hat wohl verstanden, dass Bildung schon sehr früh beginnt und die entsprechenden Fachkräfte gut entlohnt werden müssen. Oder auch anders: Wir kümmern uns um die Kinder, damit die Eltern arbeiten können.

In meinem Freundeskreis gibt es einige junge Männer, die ursprünglich ein Studium begonnen haben und nun feststellen, dass sie dabei nicht glücklich sind. Viele haben dann ein Praktikum in einer Kita begonnen, weil das für sie sinnstiftender ist. Zudem sind die Berufsaussichten bei uns wirklich glänzend.

 

Du stehst vor einer ganz entscheidenden Weiterbildung. Wie war das bisher?

Beim KJR fand ich immer toll, dass einem auf ganz liebvolle, aber nachdrückliche Art gesagt wurde, dass man sich regelmäßig fortbilden soll. Das wird erwartet. Ich habe zum Beispiel Weiterbildungen zum Thema Gesundheit gemacht. Sehr wertvoll.

 

Kannst du dir vorstellen, innerhalb des KJR mal zu wechseln?

Auf jeden Fall. Mein Ziel ist es, mit Jugendlichen zusammenzuarbeiten. Ich mache seit vielen Jahren Kampfsport und ich würde diese Leidenschaft gern beruflich einbringen, z. B. als Trainer oder Streetworker in der Arbeit mit Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Der KJR könnte mir das mit der Möglichkeit der Raumüberlassung in den Freizeitstätten ermöglichen – das habe ich schon rausgefunden. Man kann mit den Leuten – insbesondere der Leitung – immer gut und unkompliziert reden, um solche Dinge zu klären.

 

Ein guter Umgang also untereinander?

Es gibt natürlich Strukturen und Hierarchien. Aber es gibt immer die Möglichkeit, ganz direkt mit der Geschäftsstelle zu kommunizieren. Meine Wünsche werden einfach wahrgenommen.