Filmpremiere auf dem DOK.fest 2019

Ein Kooperationsprojekt des Kreisjugendring München-Stadt und der Bayerischen Staatsoper, das in den Herbstferien 2018 stattfand, wurde filmisch begleitet. Der Film zum CROSSOVER-Projekt feiert am 18. Mai um 13 Uhr auf dem DOK.fest München Premiere.

 

Kooperationspartner:             Bayerische Staatsoper, DOK.fest München       

Zeitraum:                                Workshops: 29.10. bis 02.11.2018

                                               Vorstellungsbesuch: 08.12.2018

                                               Filmpremiere: 18.05.2019, 13 Uhr

 

„Hänsel und Gretel“ im Club Hasenbergl

Im Club Hasenbergl, einer Einrichtung des KJR, fand in den Herbstferien 2018 ein gemeinsam mit dem Team Großveranstaltungen und kulturelle Jugendbildung und dem KJR MusikMobil konzipiertes Pilotprojekt statt. Ziel war es, die Jugendlichen aus dem Hasenbergl und Musikerinnen und Musiker der Bayrischen Staatsoper zusammenzubringen.

Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen kulturellen Ansätzen und Richtungen sollte den Besucherinnen und Besuchern der Einrichtung die Lust an Kultur vermittelt, sowie durch aktive Teilhabe ein ausgeprägtes Verständnis für Kultur aufgebaut werden.

Um dies zu erreichen, wurden zwei verschiedene Formen der Kultur miteinander verbunden: Hip-Hop und Oper.

In einer Workshop-Woche, die in der Einrichtung und in der Bayerischen Staatsoper stattfand, mischten sich in den Bereichen Musik und Tanz die verschiedenen Stile. Dabei wurde getextet, gerappt, die Originalmusik auf dem Computer zu einem Hip-Hop Beat umgebaut und eine Tanzchoreographie erfunden. Ohne den Druck, etwas (er)schaffen zu müssen, konnten die Teilnehmenden sich fallen lassen und erlebten so Oper auf Ihre Weise. Die Workshops wurden geleitet von Rap-Musikern und Tänzern, an einem Tag waren auch Sängerinnen und ein Pianist der Staatsoper dabei. Abgerundet wurde die Projektwoche durch einen Besuch in der Oper. Dort hatten die Jugendlichen, angeleitet von einem Kontrabassisten des Bayerischen Staatsorchesters,  die Möglichkeit, an klassischen Instrumenten Melodien gemeinsam nachzuspielen. Zum Abschluss gab es noch eine ausgiebige Führung hinter die Kulissen des Opernhauses.

Als Ergebnis erstrahlt die Oper „Hänsel und Gretel“ in einem neuen Gewand, geschneidert von Jugendlichen, die bis zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Berührung mit einer Oper gehabt hatten.

Als krönenden Abschluss besuchten die Teilnehmenden eine Vorstellung von „Hänsel und Gretel“ in der Bayerischen Staatsoper.

Das Projekt wurde von einer Filmemacherin der HFF begleitet. Das Ergebnis ihrer Arbeit, ein Dokumentarfilm, wird im Mai auf dem DOK.fest München erstmalig gezeigt werden.

Ideen für weitere Fortsetzungen mit der Gruppe gibt es jede Menge, und so hoffen alle Beteiligten, dass sich dieses fantastische Projekt bald wiederholt und Menschen mit unterschiedlicher kultureller Verwurzelung zusammen bringt und verbindet.