Jahresziele 2019

  • Wir führen in unseren Einrichtungen Projekte zur politischen Bildung durch. Dabei fördern wir vor allem die Stärkung der Demokratie sowie die Sensibilisierung gegenüber Ausgrenzungsmechanismen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

    In diversen KJR-Einrichtungen wurden Projekte zur politischen Bildung durchgeführt. Eine Auswahl: In den Kitas wurden Kinderkonferenzen eingeführt, eine Kita besuchte das Münchner Rathaus. Eine Einrichtung bot ein Streetart-Projekt auf dem Sommer.dok an, mehrere OKJA-Einrichtungen hatten Ziele zu „Demokratie stärken“ und „30 Jahre Kinderrechte“ und einige Einrichtungen kombinierten politische Bildung und Mikroprojekte (s. unten).
  • Wir pflegen bestehende und unterstützen neue Bündnisse. Dabei reflektieren wir kontinuierlich unsere Bündnisstrategie.

    Die ausführliche Behandlung in der Vorstandssitzung im November 2019 ergab, dass die bisherige Strategie fortgesetzt wird.

  • Wir entwickeln geeignete Formate, um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus den verschiedenen KJR-Bereichen bei der Entwicklung von jugendpolitischen Themen zur Kommunalwahl zu beteiligen.

    Delegierte der Freizeitstätten haben an beiden Vollversammlungen teilgenommen und sich so an der Entwicklung der jugendpolitischen Themen zur Kommunalwahl beteiligt.
  • Wir machen die Jugendpolitischen Forderungen der Stadtpolitik und einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

    Die Jugendpolitischen Forderungen zur Kommunalwahl 2020 wurden in einer Broschüre veröffentlicht. Die Presse hat in unterschiedlichen Formaten und Beiträgen einzelne Themen der Jugendpolitischen Forderungen aufgegriffen. Weitere Aktivitäten sind geplant, da die Forderungen in der gesamten Legislaturperiode präsent sein und ihre Realisierung überprüft werden soll. Die Veranstaltung #OB_Check mit den OB-Kandidierenden im Ampere war ein voller Erfolg und fand beim Publikum, bei der Politik und in der Presse großen Anklang.
  • Wir setzen uns dafür ein, dass der Preis des Jugend- und Ausbildungstickets deutlich unterhalb der Familienbelastungsgrenze liegt.

    Im Herbst 2020 wird das 365 -Euro-Ticket für junge Menschen in Schule und Ausbildung im gesamten MVV-Raum eingeführt. Dafür hat sich der Arbeitskreis Jugend- und Ausbildungsticket im KJR sieben Jahre lang eingesetzt. Die Beteiligungsrunden wurden abgeschlossen. Ein neues Format zur Einbindung von Politik und Verwaltung im Themenbereich Mobilität ist für 2020 geplant.
  • Wir arbeiten unter Beteiligung junger Menschen an der Erstellung der städtischen Rahmenkonzeption Kinder- und Jugendpartizipation mit.

    Der Auftrag zur Erarbeitung eines Rahmenkonzepts im Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt München ist erfolgt. Eine Kick-off-Veranstaltung fand im Oktober 2019 statt, die erstmalige Befassung in der AG Partizipation im Januar 2020. Die konkreten Arbeiten an der Struktur und am Text erfolgen in Unter-AGs der AG Partizipation. Das Jahresziel wird 2020 fortgeführt. Außerdem wird geprüft, inwieweit auch junge Menschen bei der Erstellung der Rahmenkonzeption eingebunden werden können.
  • Wir machen die stadtweiten Mikroprojekte zur Partizipationsförderung bei jungen Menschen bekannt.

    Die Mikroprojekte sind Teil des Partizipationsbudgets. Alle Projekte wurden auf einer eigenen Homepage und in einem Flyer veröffentlicht. Der Newsletter „Wir sind die Zukunft“ wurde mehrfach genutzt, um die Mikroprojekte zu bewerben. Die Einrichtungen, die als Anlaufstellen gelistet sind, informieren die Besucher*innen über die Möglichkeiten.
  • Wir finden OKJA-Einrichtungen, die die jungen Menschen bei der Antragstellung und Durchführung der Mikroprojekte unterstützen.

    In allen Stadtgebieten wurden KJR-Einrichtungen gefunden, die junge Menschen als Anlaufstelle für die Beantragung von Mikroprojekten unterstützen. Die Besucher*innen werden dort über die Möglichkeiten und den Ablauf der Mikroprojekte informiert und bekommen bei Bedarf Hilfe. Die Resonanz bei der Zielgruppe ist unterschiedlich groß.
  • Mit Aktionen in den Einrichtungen und öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen überzeugen wir Erziehungsberechtigte von der Notwendigkeit der Offenen Arbeit mit Kindern für das gelingende Heranwachsen.

    Dieses Ziel konnte aus organisatorischen Gründen nicht erreicht werden.
  • Wir führen ein Pilotprojekt in einer städtischen Schule zur Verbesserung der Engagement-Möglichkeiten junger Menschen außerhalb und an der Schule durch.

    Das Projekt zur Verbesserung der Engagement-Möglichkeiten der Schüler*innen an der Adalbert-Stifter-Realschule geht 2020 in die zweite Runde und wird im Sommer 2020 abgeschlossen und evaluiert.
  • Wir machen gemeinsam mit dem Jungen Bündnis für Geflüchtete gelungene Integrationsbeispiele öffentlich und tragen so zur Meinungsbildung bei.

    Im Rahmen der Projekte zum Empowerment von Jungen Geflüchteten wird mit entsprechenden Veranstaltungen (z.B. im Haus der Jugendarbeit) versucht, gelingende Partizipation weiterhin darzustellen. Das Junge Bündnis für Geflüchtete als Netzwerk von im Bereich Flucht und Asyl aktiven Münchner Jugendorganisationen ist derzeit nicht mehr aktiv.
  • Wir setzen uns gemeinsam mit Industrie, Handwerk sowie weiteren Partnerinnen und Partnern im Rahmen einer Veranstaltung für die berufliche Integration ein.

    Das Fachgespräch „Bildungszugänge für junge Geflüchtete“ fand am 23.07.2019 statt. Anschließend wurde es in einer internen Runde ausgewertet, nächste Schritte für den KJR wurden geplant. Der Austausch mit den am Fachgespräch Beteiligten soll in loser Folge fortgesetzt werden.
  • Wir finden Einrichtungen für Projekte zur Integration junger Geflüchteter.

    Insgesamt ist das Interesse an diesem Thema zurückgegangen, junge Geflüchtete sind nur in wenigen Einrichtungen als feste Besucher*innen-Gruppe angekommen. Die bereits bestehenden Kooperationen wurden weitergeführt, einige neue Projekte konnten etabliert werden: Im MKJZ treffen sich wöchentlich zwei feste Gruppen junger Geflüchteter. In der Färberei sind Geflüchtete bei diversen Kunstprojekten angebunden. Sowohl in Neuaubing als auch in Freimann wurden Andockmöglichkeiten für geflüchtete Mädchen geschaffen. Die Einbindung soll fortgesetzt werden.
  • In unseren Jugendpolitischen Forderungen greifen wir die Ergebnisse aus der Zukunftswerkstatt Junges Wohnen auf und bringen sie öffentlichkeitswirksam in die politische Diskussion ein.

    Junges Wohnen ist ein Schwerpunkt der Jugendpolitischen Forderungen zur Kommunalwahl 2020. Erste Aktivitäten in dem Bereich haben zu einer städtisch finanzierten befristeten Stellenzuschaltung in der Abteilung Junges Engagement geführt. Für 2020 sind verschiedene Aktivitäten der „Aktionsplattform Junges Wohnen“ geplant.
  • Im Rahmen des Internationalen Mädchentags vertiefen und erweitern wir unsere Kooperationen, entwickeln neue mädchengerechte Formate und vergrößern den Kreis der teilnehmenden KJR-Einrichtungen.

    Mehrere KJR-Einrichtungen beteiligten sich am Aktionstag, der KJR-weit unter dem Namen „Day of the Girl“ stand. Dazu gab es Aktionen in den einzelnen Einrichtungen im Stadtteil und zentral an der Münchner Freiheit. Es nahmen viele Mädchen an den unterschiedlichen Aktivitäten teil.

(beschlossen in der Vorstandssitzung am 24.10.2018)