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Türe auf – Wir gehen raus

Die Zusammenarbeit von Schule und OKJA wird durch den Ausbau der Ganztagsklassen immer wichtiger. Der ASP Maulwurfshausen startete deshalb ein Pilotprojekt: eine dritte Klasse kam ein ganzes Jahr lang regelmäßig zu Besuch – eine große Bereicherung für alle Beteiligten!

Am Anfang stand die Idee, ein Programm zu entwickeln, das den Abenteuerspielplatz (ASP) Maulwurfshausen noch attraktiver für Schulklassen machen sollte. Schließlich können hier viele Themen des Lehrplans praktisch umgesetzt werden. Dies bedeutet für die Kinder vor allem mehr Spannung am Lernen und verspricht somit eine nachhaltige Bildung. Jetzt musste nur noch eine Schulklasse gefunden werden, die bereit war, „Versuchskaninchen“ zu sein.

Nach einem Ausflug einer dritten Klasse der Europäischen Schule München nach Maulwurfshausen war der passende Kooperationspartner gefunden – rasch ließ sich die Klassenleitung von der Idee begeistern, ein ganzjähriges Projekt durchzuführen, das sich am aktuellen Curriculum orientieren würde. Man traf sich alsbald, um die weiteren Details zu besprechen.

An sieben über das Schuljahr verteilten Tagen würden 23 Schülerinnen und Schüler für jeweils vier Stunden aktuelle Themen wie Steinzeit, Messen, Orientierung, Blumen und Pflanzen, Recycling und Müll sowie Wasser gemeinsam behandeln. Schwerpunkt sollte die praktische Umsetzung darstellen. Aber auch Kooperationsspiele wie der „Gordische Knoten“ oder Plankenlauf sowie die Freispielzeit auf dem Gelände sollten fest in den Tag integriert werden. Dies würde den Zusammenhalt der Klasse zusätzlich stärken und den Kindern Raum für selbstbestimmte Tätigkeit geben.

An den jeweiligen Tagen lernten die Kinder, wie man auf unterschiedliche Arten Feuer macht, sie bauten eigene Feuersteinmesser, prüften ihr Wissen im Körpermaße-Quiz, orientierten sich im Ostpark bei einer Schatzsuche, zogen Obst und Gemüse für den ASP-Garten an, zimmerten aus alten Paletten ein Hochbeet und untersuchten die Wasserqualität des Hachinger Baches mit Becherlupen. Beim Abschlussfest wurde schließlich mit Pancakes am Lagerfeuer und ausgiebigem Wasserrutschen gefeiert.

Und nun, ein Jahr später, erzählen die Kinder stolz:

„Ich fand es cool, das Baumwachs aufzukochen; und dann den Faustkeil zu machen. Ich fand den Steinzeittag cool!“

„Ich hab Äste für das Hochbeet geschnitten, mir hat am meisten Hochbeet und Recycling gefallen.“

„Seitdem ich weiß, dass für so viele Sachen Wasser benötigt wird, sage ich meiner Schwester, dass sie mehr Wasser sparen soll.“

Das Pilotprojekt war sowohl für das Maulwurfshausen-Team als auch für das Lehrpersonal eine spannende und neue Herausforderung. Jeder Projekttag brachte viele neue Kenntnisse im Umgang mit Schulklassen auf dem Gelände. Auch wenn die einzelnen Tage in der Vorbereitung und Durchführung sehr zeitintensiv waren, steht der pädagogische Lerneffekt ganz klar im Vordergrund. Rückblickend können wir sagen, dass sich die Mühe für alle Seiten gelohnt hat und das Projekt als voller Erfolg gewertet werden kann.

Der ASP Maulwurfshausen kann nun mit den gewonnen Erkenntnissen in das neue Schuljahr aufbrechen. Der nächsten Klasse aus der Europäischen Schule München steht ein spannendes Jahr bevor. Zusätzlich wird es eine Herausforderung sein, auch eine Regelschule für das Projekt zu begeistern.

Mirjam Börkey und Matthias Fleischmann, ASP Maulwurfshausen, KJR

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