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Geldbeutelwaschen im Fischbrunnen

Auch 50 Kinder aus KJR-Freizeitstätten beteiligten sich am Aschermittwoch am traditionellen Geldbeutelwaschen im Münchner Fischbrunnen.

Nicht nur für mehr Taschengeld, sondern auch um deutlich zu machen, dass auch Geld in die Kassen der offenen Kinder- und Jugendarbeit gespült werden muss.

Am Mittwoch, den 17.2. um 11 Uhr war es wieder so weit: Die Münchnerinnen und Münchner trafen sich am Fischbrunnen (Marienplatz) zum traditionellen Geldbeutelwaschen, das für volle Kassen sorgen soll. Mit dabei waren über 50 Kinder aus KJR-Kindereinrichtungen, die sichtlich Spaß an der eiskalten Pritschelei hatten. 

Das Spielhaus Sophienstraße, die Spielstadt Maulwurfshausen, die Kindertreffs Bogenhausen und Harthof sowie der Abenteuerspielplatz Hasenbergl hatten die Kinder gut vorbereitet: (wasserfeste!) Geldbeutel wurden gebastelt, der Brauch erklärt, und um den Kindern das Gedränge am Brunnen zu ersparen, hatten die Pädagog/innen sogar kleine Waschwännchen dabei. Unnötig! Denn die Kinder stürzten sich wagemutig ins Gewühl und wässerten kräftig ihre mitgebrachten Geldbeutel und Sparschweine.

Ob das traditionelle Geldbeutelwaschen etwas nützt und Geld in die leeren Kassen spült, ist zwar nicht erwiesen, aber schaden wird es sicher nicht - und für die Kinder war es ein großartiges Erlebnis. Sie freuten sich, Bürgermeisterin Strobl aus nächster Nähe zu sehen und festzustellen, dass die auch ihren Geldbeutel wäscht. 

Der Zusammenschluss von KJR, Münchner Trichter und Fachforum Freizeitstätten „Wir sind die Zukunft“ hat 2009 zwei Aktionen rund ums Thema Geld durchgeführt (Jugendarbeit ist eine sichere Bank und die Gewinnausschüttung. Mehr Infos dazu unter www.wir-sind-die-zukunft.net). Was lag da näher als beim traditionellen Geldbeutelwaschen noch einmal deutlich zu machen, dass auch Geld in die Kassen der offenen Kinder- und Jugendarbeit gespült werden muss.

Münchner Bräuche am Fischbrunnen
Seit 1426 (erste urkundliche Erwähnung) gehen die Münchnerinnen und Münchner am Aschermittwoch zum Fischbrunnen am Marienplatz. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts treffen sich dort die Menschen und waschen ihre Geldbeutel, um deutlich zu machen, dass dieser völlig leer ist, und um die Dienstherrschaft aufzufordern, ihn wieder zu füllen.
In den 1950er Jahren hat Oberbürgermeister Thomas Wimmer diesen alten Münchner Brauch wieder eingeführt.

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