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Alles anders – trotzdem schön!

Der Jahresempfang des Kreisjugendring München-Stadt ist quasi eine Institution. Einfach ausfallen lassen? Das kam nicht infrage. So wurde der Termin um einige Tage nach hinten – komplette Umplanung braucht Zeit! – und in den virtuellen Raum verlegt.

Der Jahresempfang des Kreisjugendring München-Stadt ist quasi eine Institution. Einfach ausfallen lassen? Das kam nicht infrage. So wurde der Termin um einige Tage nach hinten – komplette Umplanung braucht Zeit! – und in den virtuellen Raum verlegt Wie können Jugendverbände, Freizeitstätten und Abenteuerspielplätze trotzdem für ihre Kinder und Jugendlichen da sein, Angebote machen und Hilfestellungen leisten? Und eine Antwort darauf lautete: Digitale Kinderund Jugendarbeit. Wie das aussehen kann? Das sollten die Gäste des Jahresempfangs bei einer 90-minütigen Zoom-Session erfahren. Nach einer herzlichen Begrüßung durch KJR-Vorsitzende Judith Greil, die sich hocherfreut über die zahlreichen Anmeldungen und tatsächlich virtuell anwesenden 113 Personen zeigte, folgte zum Einstieg ins Thema ein fachlicher Input von Cornelia Walter (KJR-Fachstelle Medien und Technologie, kurz MuT). Anschließend wurden vier Projekte vorgestellt – exemplarisch dafür, was in den Wochen der coronabedingten Einschränkungen so alles auf die Beine bzw. ins Netz gestellt worden ist.

Den Anfang machte die Kinderbeauftragte Kerstin Hof, sie präsentierte die Website www.kjr-kinderwelten.de, die innerhalb kürzester Zeit realisiert werden konnte – motiviert durch eine fachliche Diskussion in der AG MuT „Corona Edition“ zu den Bedarfen von jüngeren Kindern und engagiert umgesetzt von Mitarbeiterinnen, die in ihrer jeweiligen Einrichtung nur eingeschränkt arbeiten konnten: Monika Weissenberger (Abenteuerkids Gern) und Annika Brehm (Muspilli).

„Kinderwelten“ bietet viele Ideen für Kinder, wo sie im Internet, aber auch in ihrer Umgebung trotz Corona etwas erleben können, aber auch spannende Anregungen, um selbst kreativ zu werden. Die Website ist zugleich Bühne und Sprachrohr für Kinder.Digitale Angebote der Evangelischen Jugend München (EJM) stellte anschließend Lorenz Schuster vor. Unter anderem die „digitale Osternacht“ und eine kostenlose Spiele-App, die Filtermöglichkeiten bspw. nach Anzahl der Teilnehmenden und räumlichen Gegebenheiten bietet. Viele Ehrenamtliche haben an diesem Projekt mit großem Engagement mitgewirkt. Es folgte die Vorstellung des „Corona-Blogs“ #kjrmiteuch durch Cornelia Walter.

Unter https://webzweinull.kjr-blog.de war schon bald, nachdem alle Einrichtungen hatten schließen müssen, eine Plattform entstanden, wo die KJR-Einrichtungen ihre digitalen Angebote für Kinder und Jugendliche einstellen konnten. In einem passwortgeschützten Bereich ist zudem ein interner fachlicher Austausch für Pädagoginnen und Pädagogen möglich. Zum Abschluss präsentierte Antonia Egle vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), Stamm Albatros, das virtuelle Frühlingszeltlager unter dem Motto „Wicky und die starken Kinder gegen den bösen Coronus“.

Vom 4. bis zum 11. April konnten Kinder von zuhause aus teilnehmen. Sie wurden aufgefordert, sich wie für ein richtiges Pfadfinderlager vorzubereiten, möglichst auch ein Zelt – zum Beispiel im Kinderzimmer – aufzuschlagen, und jeden Morgen um 10 Uhr wartete eine neue spannende Aufgabe ... Natürlich wurde alles mit Fotos dokumentiert, um die Erlebnisse mit den anderen zu teilen. Nach den kurzweiligen Präsentationen wurden die Gäste in sog. „Breakout-Rooms“ in vier Gruppen aufgeteilt und konnten Fragen zu je einem der Projekte stellen. Der virtuelle Jahresempfang war für alle eine neue Erfahrung – eine gute Erfahrung. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf einen „echten“ Jahresempfang im nächsten Jahr – einander persönlich zu begegnen ist doch noch schöner!


Ingrid Zorn, Öffentlichkeitsarbeit, KJR

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