Aktuelles

Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

Am 17. Mai ist Internationaler Tag gegen Homophobie. Der KJR engagiert sich schon lange mit zahlreichen Aktionen und Projekten dafür, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer geschlechtlichen Orientierung – gleich gesehen und behandelt werden.

Ein Beispiel, wie dieser Grundsatz mit Jugendlichen behandelt wird, ist das Projekt „Egal was du bist, ich steh zu dir“, das Anfang dieses Jahres in der KJR-Freizeitstätte M10City in der Massmannstraße 10 (Maxvorstadt) stattfand. In Kooperation mit der Autorin und Sozialwissenschaftlerin Dr. Ute Schad hatte der Jugendtreff seine Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich mit Diskriminierung und Ausgrenzung zu beschäftigen.

In fünf Workshops trafen sich Jugendliche und junge Erwachsene, um ihre Erfahrungen und Meinungen zum Thema Homophobie auszutauschen und im Anschluss eine Art Mini-Soap zu drehen. Es entstanden fünf kleine Filme und Interviews zu unterschiedlichen provokativen Fragestellungen.

Auch strukturell setzt sich der KJR mit dem Thema Homophobie auseinander:

Wie die Studie „Es gibt noch viel zu tun“ der Landeshauptstadt München von 2010/11 zur Lebenssituation lesbischer, schwuler und transgender Kinder, Jugendlicher und Eltern ergab, galten für eine Vielzahl junger Menschen belastende Rahmenbedingungen.

Das Aktionsbündnis „Wir sind die Zukunft“, bestehend aus Kreisjugendring München-Stadt, Münchner Trichter und dem Fachforum Freizeitstätten, nahm diese Erkenntnisse als Handlungsauftrag an. Es erarbeitete eine Rahmenkonzeption zur Arbeit mit lesbischen, schwulen und transgender Jugendlichen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) sowie die Zertifizierung „Offen für ALLE – hetero, schwul, lesbisch, bi, trans“. Sie ermöglicht den Einrichtungen der OKJA, ihre Räumlichkeiten, ihre Angebote und ihre pädagogischen Maßnahmen auch für die Gruppe der jungen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender zu öffnen und dies nach innen und außen sichtbar zu machen. Inzwischen sind 15 Einrichtungen des KJR mit diesem Siegel ausgezeichnet.

Nicht nur im pädagogischen Bereich arbeitet der KJR an der Sensibilisierung zum Thema Vielfalt, die gesamte Organisation ist mit im Boot und lädt zum jährlichen „Diversity-Tag“ ein. Am Deutschen Diversity-Tag, der dieses Jahr am 28. Mai stattfindet, macht sich der KJR München-Stadt mit dem KJR München-Land in einem Reisebus auf den Weg, um Einrichtungen zu den Diversity-Schwerpunkten Interkulturelle Jugendarbeit, LGBTIQ und Inklusion zu besuchen. Hierbei wird mit den Jugendlichen und den Teams vor Ort diskutiert, um zu erfahren, wie der jeweilige Schwerpunkt in der täglichen pädagogischen Arbeit umgesetzt wird.

Der Kreisjugendring München-Stadt hat 2007 die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt voranzubringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeitenden sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

„Diversity“ wird als Konzept verstanden, welches Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen anerkennt, wertschätzt und den Umgang damit fördert.

Aktuell unterstützt der KJR zudem die Kampagne „Love me Gender – München lebt und liebt Vielfalt“ (www.lovemegender.de)

Weitere Informationen zum LGBTIQ-Siegel „Offen für alle“ und eine Übersicht der bisher zertifizierten Einrichtungen unter www.wir-sind-die-zukunft.net/fachliches/offen-fuer-alle.html

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