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Mosaik Jugendpreis für Jugend-Geschichtswerkstatt sommer.dok

v.l. Jurymitglied Basira Beutel-Biyik, Ann-Sophie Scholl, Ozan Aykac, Pippa Gschwind, Anna Lisa Spitzauer, Christopher Jones, Stadträtin Verena Dietl

Die Jugend-Geschichtswerkstatt „Sommer.dok“ des KJR wurde am 21. März mit dem ersten Preis des „Mosaik Jugendpreises – Mit Vielfalt gegen Rassismus“ ausgezeichnet.

Die Fachstelle Demokratische Jugendbildung des KJR organisiert gemeinsam mit Jugendlichen Sommer.dok, das seit 2013 einmal jährlich im Juli auf dem Königsplatz stattfindet. Unter dem Motto „Sommer? Sonne? Sommer.dok!“ lädt der KJR dabei die junge Stadtgesellschaft ein, sich im Zeltdorf über Geschichte und Politik zu informieren, mitzureden und mitzumischen – und sich mit Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen.

Dabei geht es sowohl um die Geschichte des Nationalsozialismus in München als auch um Themen und Probleme der heutigen Gesellschaft und der Demokratie. Die Besonderheit dabei ist, dass Sommer.dok von der Initiative junger Menschen lebt und ihre Ideen umsetzt. Im letzten Jahr standen beispielsweise eine Gesprächsrunde zum NSU-Prozess mit Prozessbeobachtern und Opferberatern sowie ein Abend zum Thema „Was darf Satire“ mit dem Karikaturisten Dieter Hanitzsch auf dem Programm. Zudem gibt es Angebote für Schulklassen, die alle von Jugendlichen inspiriert und umgesetzt werden.

Entsprechend würdigte Jurymitglied Basira Beutel-Biyik bei der Preisverleihung im NS-Dokumentationszentrum das nachhaltige, selbstbestimmte und ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei Sommer.dok.

Stadträtin Verena Dietl überreichte den Preis stellvertretend für den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter gemeinsam mit ihrer Nürnberger Kollegin Dr. Anja Prölß-Kammerer, die in Vertretung des Nürnberger Oberbürgermeisters Ulrich Maly nach München gekommen war. Die beiden Städte haben den Mosaik Jugendpreis ins Leben gerufen.

Über den ersten Preis freute sich Ozan Aykac aus dem Team von Sommer.dok sehr. Aykac, mit 21 Jahren zudem das jüngste Mitglied im KJR-Vorstand, bedankte sich bei den Mitgliedern der Jury sowie beim Nürnberger und Münchner Stadtrat stellvertretend für alle, die in den letzten Jahren in das Projekt involviert waren, und hob besonders hervor, wie wichtig es ist, historisch-politische Bildung auf unterschiedliche Art und Weise erlebbar zu machen.

Der Preis für Sommer.dok ist mit 3.500 Euro dotiert. „Wir werden das Geld für die Aufwertung des Angebots bei Sommer.dok verwenden und zum Teil für renommierte Fachleute und Referenten einsetzen“, sagt Aykac.

Derzeit plant das Team die sechste Jugend-Geschichtswerkstatt. Sommer.dok wird am 17. und 18. Juli wieder seine Zelte am Königsplatz aufschlagen. Mehr unter www.kjr-m.de/themen/demokratische-jugendbildung/sommerdok

 

Jugend-Geschichtswerkstatt Sommer.dok

Sommer.dok ist ein offenes Angebot der historischen und politischen Bildung von jungen Menschen für junge Menschen. Diese Jugend-Geschichtswerkstatt findet seit 2013 einmal jährlich im Juli als Open-Air-Angebot auf dem Königsplatz statt und setzt sich sowohl mit der Geschichte des Nationalsozialismus in München als auch mit Themen und Problemlagen der heutigen Gesellschaft und der Demokratie auseinander. Das Projekt lebt von der Initiative junger Menschen, ihren thematischen, methodischen und gestalterischen Ideen. Ein Veranstaltungsteam aus jungen Ehrenamtlichen übernimmt jährlich die Koordination und Organisation des Programms. Es besteht aus Angeboten für Schulklassen am Vormittag und offenen Angeboten am Nachmittag. 2017 fanden auch Abendveranstaltungen statt. Die Fachstelle Demokratische Jugendbildung des Kreisjugendring München-Stadt unterstützt das Projekt und finanziert es mit.

Das Projekt befasst sich mit einer großen Vielfalt an Themen: Nationalsozialismus, Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Islamfeindlichkeit, Alltagsrassismus sowie Auseinandersetzung mit der rechtsextremen terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ und deren gesellschaftlichen Konsequenzen.

 

„Mosaik Jugendpreis – Mit Vielfalt gegen Rassismus“

Die Stadt Nürnberg und die Landeshauptstadt München verleihen den „Mosaik Jugendpreis – Mit Vielfalt gegen Rassismus“ gemeinsam im Gedenken an die fünf bayerischen Opfer der rechtsextremen terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ – Theodoros Boulgarides, Habil Kılıç, Abdurra-him Özüdogru, Enver Simsek und Ismail Yasar.

Mit dem Preis würdigen die beiden Städte Jugendprojekte, die sich in besonderer Weise gegen (Alltags-)Rassismus und für einen respektvollen Umgang aller Menschen in der Stadt sowie für interkulturellen Dialog und Begegnung einsetzen

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