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KJR ist Teil von Refill-München

Läden oder Einrichtungen mit dem Refill-Aufkleber an Fenster oder Tür füllen kostenfrei Leitungswasser in mitgebrachte Trinkflaschen. Das spart unnötigen Plastikmüll und Geld für abgefülltes Flaschenwasser.

Plastikmüll vermeiden – Leitungswasser trinken

Das Konzept von „Refill“ ist einfach: Läden mit dem Refill-Aufkleber an Fenster oder Tür füllen kostenfrei Leitungswasser in mitgebrachte Wasserflaschen. Auch die Geschäftsstelle des KJR und die Freizeitstätten Intermezzo und Das Laimer sind dabei.

Julia Post, Christine Traub und Markus Mitterer haben die Idee von „Refill“ ehrenamtlich nach München geholt. Alle drei engagieren sich in verschiedenen Initiativen für nachhaltige Entwicklung in München. Wir haben mit Markus Mitterer von „rehab republic“ gesprochen.

Wasser gibt es doch überall und kostet wenig – wozu Refill?

Ja das stimmt, aber es ist unterwegs leider nicht immer so leicht zugänglich und nicht alle trauen sich, danach zu fragen, wenn sie in der Stadt unterwegs sind. Deshalb wird oft Wasser in Einweg-Plastikflaschen gekauft. Dadurch entsteht viel überflüssiger Plastikmüll.

Wie funktioniert Refill eigentlich genau?

Der Kern sind die Refill-Aufkleber, damit signalisiert ein Laden oder eine Einrichtung, dass sie bereit ist, Wasser kostenlos an Passanten abzugeben. Gleichzeitig kann man auf einer Online-Karte unter www.refill-deutschland.de nachschauen, wo die nächste Auffüllstation ist.

Was wollt ihr in München erreichen?

Wir wollen einerseits konkret Plastik einsparen, indem wir den Menschen die Möglichkeit geben, auch unterwegs an Trinkwasser zu kommen. Zum anderen wollen wir in der Öffentlichkeit sichtbarer machen, dass Leitungswasser ein sehr gesundes, günstiges und hochwertiges Lebensmittel ist und dass es nicht nötig ist, stilles Wasser abgefüllt im Supermarkt zu kaufen.

Was kostet das Auffüllen?

Für Passanten ist das Auffüllen kostenlos. Und auch für die teilnehmenden Refill-Stationen sind die Kosten zu vernachlässigen. Der Preis für einen Liter Frischwasser beträgt bei den Stadtwerken München ca. 0,0017 €. Für 1 Cent bekommt man also schon mehr als 5 Liter.

Welches Wasser bekomme ich?

Feinstes, klares Münchner Leitungswasser – das meist kontrollierte Wasser in München. Es wird viel strenger und häufiger kontrolliert als abgefülltes Wasser. Daher erhält man ein sehr sicheres und gutes Produkt.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Refill in München zu organisieren?

Ursprünglich kommt die Idee aus England. In Deutschland hat Hamburg im März 2017 den Anfang gemacht. Wir sind alle drei über die Medien auf Refill aufmerksam geworden und haben festgestellt, dass es das in München noch nicht gibt. Von unseren bisherigen Engagements bei „rehab republic“, „Coffee To Go Again“ und dem verpackungsfreien Supermarkt „OHNE“ kannten wir uns schon und haben uns gemeinsam überlegt, wie wir Refill auch nach München holen können. Mittlerweile gibt es Refill in 55 deutschen Städten.

Wie viele Refill-Stationen gibt es in München schon?

Über 50 Stationen, darunter sind Bekleidungsgeschäfte, Cafés, Friseursalons, Büros und Schreibwarenläden.

Und wie viele sollen es noch werden?

Eine Zahl haben wir da nicht im Kopf. Ziel ist es, in München flächendeckend eine eigene Flasche mit Leitungswasser auffüllen zu können.

Wie finde ich die nächstgelegene Refill-Station?

Einfach auf die Website www.refill-deutschland.de/muenchen schauen oder die Augen offen halten nach dem Refill-Aufkleber.

Wie kann man Refill-Station werden?

Das geht ganz einfach: Man nimmt über muenchen@refill-deutschland.de Kontakt auf und schickt uns Adresse und Öffnungszeiten. Den Aufkleber kann man an mehreren Verteilstationen in München abholen und wir tragen die neue Refill-Station auf der Online-Karte ein.

 

Interview: Asya Unger, Nachhaltigkeitsbeauftragte, KJR

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