Aktuelles

Herbstvollversammlung - „Haltung zeigen“

Voll war’s bei der Herbstvollversammlung des KJR, die am 15. November im Gewerkschaftshaus stattfand. Die 68 Delegierten der Jugendverbände und der Freizeitstätten sowie zahlreiche Gäste hatten eine Menge Formalia abzuarbeiten und beschäftigten sich mit der Frage „Wie sieht gelingende Integration von Geflüchteten aus?“.

Die Grußworte der Landeshauptstadt überbrachte Stadträtin Jutta Koller, die sich für das vielfältige Engagement der Jugendorganisationen bedankte. Sie betonte, dass die Willkommenskultur ein wichtiger Baustein sei, noch wichtiger aber sei die Auseinandersetzung damit, wie es weitergeht. Koller freute sich, dass die Jugendorganisationen diese Frage bereits in den Fokus ihrer Arbeit stellen.

Als besonderen Gast begrüßte KJR-Vorsitzende Stefanie Lux den BJR-Präsidenten Matthias Fack, der über aktuelle Themen der Landesebene berichtete. Er betonte, wie wichtig der Input des „weltgrößten Kreisjugendrings“ für die Arbeit des BJR sei, machte aber auch deutlich, wie schwierig es sei, die unterschiedlichen Bedürfnisse ganz kleiner und ganz großer Jugendringe gleichermaßen zu befriedigen. Auch die verschiedenen Anforderungen der Jugendverbände auf Landesebene und der Gliederungen seien nicht immer unter einen Hut zu bringen.

Den aktuellen Satzungsreformprozess sah Fack auf einem guten Weg. Der BJR-Präsident freute sich über das gut ausgestattete Kinder- und Jugendprogramm der Bayerischen Staatsregierung und stellte einen BJR-Arbeitsschwerpunkt für 2017 vor: Internationale Jugendarbeit. Er machte deutlich, dass der Austausch junger Menschen unterschiedlicher Herkunft sehr viel zum gegenseitigen Verständnis beitrage und warnte vor einem Rückzug auf Nationalstaatlichkeit. Gerade angesichts der anstehenden Wahlen forderte er, Haltung zu zeigen und deutlich zu machen, dass die Jugendarbeit in Bayern für eine Gesellschaft ohne Vorurteile eintritt.

Im Anschluss informierten die KJR-Vorstandsmitglieder die Delegierten über das vergangene Halbjahr aus Münchner Sicht. Schwerpunkte waren die Auseinandersetzung mit der Satzungsreform, die Beratungsstelle „Jugend und Polizei“ im JIZ, die schwierige Immobiliensuche für das Münchner Haus der Schülerinnen und Schüler, die Absage des OBEN OHNE wegen des vorangegangenen Amoklaufs, das Jugend- und Ausbildungsticket und als „Werbeblock“ die anstehenden Vorstandswahlen im Juni 2017.

Einen Input zum zentralen Thema der Vollversammlung gab Fabian Pfundmeier, der im KJR die Projektstelle „Junge Geflüchtete“ leitet. Er informierte über die aktuelle Flüchtlingssituation und stellte die vier „Speakers‘ Corner“ vor, in denen die Delegierten verschiedene Themen mit unterschiedlichen Referierenden diskutieren konnten. Matthias Fack stellte das BJR-Projekt „Flüchtlinge werden Freunde“ vor, Raphaela Schweiger von der Robert Bosch Stiftung fragte „Wie muss sich unser Engagement verändern, damit Teilhabe von Geflüchteten gelingen kann? Jana Weidhaase vom Bayerischen Flüchtlingsrat informierte zur Integration von Geflüchteten in Bayern und Bert Witzens, Leiter der Freizeitstätte Aubinger Tenne, und Rebecca Schreiber vom Willkommen-in-München-Team zeigten, wie junge Geflüchtete in die Angebote der Offenen Jugendarbeit kommen.

Fazit aller Speakers‘ Corner:

  • Junge Geflüchtete sind Expertinnen und Experten in eigener Sache, es lohnt sich, sie zu fragen.
  • Intensiver Austausch und eine gute Vernetzung verhindern, dass das Rad ständig neu erfunden werden muss.
  • Freundschaften sind tragfähiger als Hilfebeziehungen.

Nach der Abendessen-Pause ging es mit Anträgen, dem Wirtschaftsplan 2017, den das bewährte Finanz-Trio Hans Radspieler, Franz Schnitzlbaumer und Gerhard Mayer sogar im abgestimmten Outfit präsentierte, und der Antragsnachbesprechung auf die Zielgerade. Die KJR-Vorsitzende dankte allen Beteiligten und den Delegierten für die Sitzungsdisziplin und die engagierte Mitarbeit. Um 21:30 Uhr war die Vollversammlung – in rekordverdächtiger Zeit – zu Ende.

Angelika Baumgart-Jena, Öffentlichkeitsarbeit, KJR

Auch interessant:

Am Freitag, den 26. Juli von 11 bis 19 Uhr am Platz der Münchner Freiheit: Battles, Shows und Open Stage

mehr lesen...

Der KJR unterstützt die Demonstration "Munich for Future" am Sonntag, den 21. Juli 2019 von 16 bis 18 Uhr auf dem Odeonsplatz.

mehr lesen...

Am Samstag, den 20. Juli bietet das OBEN OHNE Open Air auf dem Münchner Königsplatz für preisgünstigen Eintritt ein großartiges Line-up und ein...

mehr lesen...