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Fachtag: Jugendarbeit in Gefahr

Welchen Spielraum gesteht die Gesellschaft der Kinder- und Jugendarbeit heute noch zu, wie stark verteidigt sie ihre Position und ihre Überzeugung noch? Was braucht sie dafür? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der Fachtag am Freitag, den 28. September von 9 bis 13 Uhr in der Aula der KSH München.

Helikopter-Eltern, Flachdach-Betretungsregelung mit persönlicher Sicherheitsausrüstung, Schwimmausflug nur noch mit geprüften Rettungsschwimmer/innen, am besten aber gar nicht, Jugendliche, die den Weg zum Ferienprogramm allein bewältigen – kaum noch denkbar, eine eigene Party ohne Aufsicht organisieren – ganz schwierig, …

Die Gesellschaft heute ist vor allem damit beschäftigt, sich gegen jedes nur erdenkliche „Risiko“ zu wappnen und abzusichern, sie erstickt in Detailregelungen und Versicherungsdenken und die Kinder- und Jugendarbeit steckt mittendrin.

Doch Kinder- und Jugendarbeit bedeutet immer ein Abwägen von Gefahren, sie kann ohne Mut und Bereitschaft zum Risiko nicht funktionieren. Sie wird unattraktiv, wenn sie die Behütung von Kindern und Jugendlichen weiter fortsetzt und ständig neue Sicherheitsregeln aufstellt. Wo sonst sollen junge Menschen lernen, mit den eigenen Stärken und Grenzen umzugehen und sie richtig einzuschätzen.

 

Programm:

09:00 - 09:30 Uhr
Ankommen bei Kaffee, Tee und Brezen

09:30 - 10:00 Uhr
Wie riskant ist Sicherheit? Eine Position aus Sicht der Kinder- und Jugendarbeit
Jürgen Einwanger, Bildungsreferent österreichische Alpenvereinsjugend

10:00 - 10:50 Uhr
Jugendarbeit in Gefahr – Statements aus unterschiedlichen Disziplinen

  • Eine juristische Einschätzung
    Markus Schön, Beigeordneter für Bildung, Jugend, Migration, Integration und Sport der Stadt Krefeld
  • Eine Einschätzung aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit
    Heiko Neumann, Leitung des Intermezzo
  • Eine Einschätzung aus Versicherungssicht
    Christian Forster, Leiter der Abteilung Haftpflicht-, VH-, D&H-, Cyber-Versicherungen bei der Versicherungskammer Bayern, Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts
  • Eine Einschätzung aus der Praxis des Jugendamts
    Eva Götz, Jugendhilfeplanung, Stadtjugendamt München
  • Eine Einschätzung aus dem Krisenmanagement
    Andreas Igl, Geschäftsführer Freiwillige Feuerwehr München

10:50 - 11:00 Uhr
Pause

11:00 - 13:00 Uhr
Vertiefter Austausch und Diskussion mit den Experten und Expertinnen zu Spannungsverhältnis von Kinder- und Jugendarbeit und Risikoabwägung in wechselnden Kleingruppen

13:00 Uhr
Ende der Veranstaltung


Dieser Fachtag ist Beginn eines Diskussionsprozesses zum Spannungsfeld Freiheiten und Sicherheiten in der Jugendarbeit. Das Vorbereitungsteam versucht ab 13 Uhr eine Bündelung der wichtigsten Fragen und Antworten des Vormittages für die Weiterarbeit. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, nach dem offiziellen Ende an dieser Ergebnissicherung noch mitzuarbeiten.

 

Veranstalter
KJR München-Stadt und KSH München

 

Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird keine Teilnahmegebühr erhoben.
Eine Anmeldung ist bis spätestens 21. September 2018 an m.wenzig(at)kjr-m.de erforderlich.

 

Veranstaltungsort
KSH München
Preysingstr. 83, 81667 München

Öffentliche Verkehrsmittel:
Die KSH München in der Preysingstraße 83 ist zu erreichen mit U5 Max-Weber-Platz, allen S-Bahnlinien Rosenheimer Platz oder Tram 19 Wörthstraße.

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