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Ausstellung in der Färberei: atlantik pazifik isar

Fotos von Moritz Holfelder aus den Serien vagues wellen waves // Brücke überm Kopf sind von 2. bis 10. März in der Färberei zu sehen.
Vernissage: 1. März ab 18.30 Uhr.

Die über viele Jahre in Frankreich, auf Teneriffa und in Neuseeland entstandenen Bilder von Meereswellen hat Moritz Holfelder 2018 erstmals im Musée de Laduz in Frankreich gezeigt. Jetzt sind sie in München zu sehen. Hinzu kommt eine neu entstandene Serie über Obdachlose unter der Wittelsbacherbrücke. Der Ausstellungsraum der Färberei ist nur 300 Meter von der Isar entfernt.

Über seine beiden Fotoserien sagt der Fotograf:

vagues wellen waves
"Ich habe das Meer schon seit den Tagen meiner Kindheit fotografiert. Jede Welle ist in jedem Augenblick ihres Anlaufes und Ablaufens eine Skulptur. Die kurzen Belichtungszeiten von ein paar hundertstel Sekunden meißeln sie aus dem Block des Wassers heraus, machen sie in all‘ ihrer Schönheit und Komplexität sichtbar. Jede Welle ist individuell und eigen wie jede Wolke am Himmel."

Brücke überm Kopf
"Unter der Wittelsbacher Brücke lebten im Sommer 2018 zwölf Menschen. Bernd, ein politischer Flüchtling aus der DDR, hat dort schon drei Winter verbracht. Er ist gebildet und belesen. Vor allem die großen Lehrmeister und Philosophen haben es ihm angetan. Unter der Brücke hat er einen kleinen Altar aufgebaut – mit weißen Holztafeln, auf die er Gedanken für Vorbeikommende schrieb.
Ich frage Bernd, ob ich ihn porträtieren darf. Unter den weit gespannten Bögen der Brücke ist das Licht des Tages gedämpft. Die Farben entweichen aus den Bildern. Die Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum verschwimmen. Der Abendhimmel spiegelt sich im Wasser. Das Obdachlosenlager unter der Wittelsbacherbrücke wurde im November 2018 von der Stadt geräumt."

Biographie
Moritz Holfelder kam 1958 zur Welt und wuchs auf in München.
Ab 1981 Studium der Kunstgeschichte (bei Hans Belting) und der Publizistik an der LMU München, seit 1985 Mitarbeit in den Kulturprogrammen/Hörfunk des Bayerischen Rundfunks.
Seit 1999 Veröffentlichung verschiedener Bücher, etwa der „Kulturgeschichte des Motorradfahrens“ (in Zusammenarbeit mit John Berger – Husum), eines Text-Bildbandes über den „Palast der Republik“ (Christoph Links Verlag) sowie einer Biographie des Regisseurs „Werner Herzog“ (Langen Müller).
Seit 2011 Produktion von bisher acht Hörbüchern über einzelne Architekten (Peter Zumthor, Zaha Hadid, Daniel Libeskind, David Chipperfield, Graft, Oscar Niemeyer, Le Corbusier, Rem Koolhaas), 2012 ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis.
Seit 2014 umfangreiche fotografische Arbeiten, zuletzt Ausstellung vagues wellen waves im Museé de Laduz/Burgund. 2018 Publikation des gleichnamigen Fotobuches (dussa)

Vernissage:                          1. März 2019 // ab 18.30 Uhr

Dauer der Ausstellung:        2. bis 10. März 2019

Öffnungszeiten:                    Fr. 15 bis 19 Uhr, Sa./So. 14.30 bis 19 Uhr

Eintritt frei           

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