365-Euro-Ticket

So holst du dir das neue 365-Euro-Ticket

Wann:

Der Ticketverkauf startet am 1. Juli 2020, frühestmöglicher Geltungsbeginn ist der 1. August 2020

Wo:

Abo-Center der MVG und der DB und bei den Kundencentern im MVV; das geht auch online.
Achtung: Am Automaten gibt’s das Ticket leider genauso wenig wie als Handyticket.

Was mitbringen:

  • Eine Bestätigung der Ausbildungsstelle bzw. bei Schülern bis 14 Jahre Bestätigung der Eltern
  • Alternativ: Unterlagen 
zur Ausbildung – zum Beispiel IHK-Ausbildungsvertrag, Praktikantenvertrag
  • NUR bei Kindern von 6 Jahren bis einschließlich 15 Jahren: Passbild mit 35 x 45 mm

Lieber 0-Euro-Ticket?

Wenn du eine der folgenden Kategorien erfüllst, bezahlt dein 365-Euro-Ticket die Stadt München

  • Klasse 1-4: Schulweg von mehr als zwei Kilometern und Besuch der Sprengelschule
  • Klasse 5-10: Schulweg von mehr als drei Kilometern und Besuch der nächstgelegenen Schule
  • Ab der 11. Klasse: Schulweg von mehr als drei Kilometern und Besuch der nächstgelegenen Schule und deine erziehungsberechtigte Person bekommt für drei oder mehr Kinder Kindergeld oder Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II oder XII

Auf keinen Fall mehr als 440 Euro im Jahr bezahlen:

Auch wenn du dein Ticket selbst zahlen musst, solltest du pro Jahr in eurer Familien nie mehr als insgesamt 440 € für deine und die Tickets deiner Geschwister ausgeben. Denn in Bayern gibt es eine sogenannte „Familienbelastungsgrenze“, sie liegt bei 440 €.

Das bedeutet, dass pro Familie und pro Jahr nur 440 € für die Fahrtkosten der Kinder ausgegeben werden müssen. Jeder Euro, der darüber hinaus bezahlt wurde, kann auf Antrag zurückerstattet werden.

Wichtig ist, dass ihr alle Tickets aufhebt!

Mobilität

Freundinnen und Freunde in der ganzen Stadt besuchen, zur Schule oder zum Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz fahren, die Stadt mit Fahrrad oder Skateboard erfahren: Das und vieles mehr bedeutet „mobil sein“ für junge Menschen.

Die ungehinderte räumliche, zeitliche und soziale Beweglichkeit ist elementarer Bestandteil des Erwachsenwerdens.

Der öffentliche Nahverkehr wird immer teurer und ein eigenes Auto ist für Jugendliche kaum finanzierbar. Sie verfügen über kein geregeltes Einkommen und brauchen Unterstützung und Solidarität, um die von der Gesellschaft geforderte Mobilität mitzubringen.
Gleichzeitig ist der Trend zu beobachten, dass Individualverkehr mittels eigenem Pkw zunehmend an Bedeutung verliert. Alternative Mobilitätskonzepte sind attraktiv geworden – das Teilen von Kosten für Mobilität ist üblich.

Jugendliche Bewegungsformen, wie beispielsweise Radfahren oder Skaten, erheben
Anspruch auf gleichwertigen Raum wie Autos.

Jugendpolitische Forderungen zu Mobilität

… an die Stadtgesellschaft:

  • Fokussierung auf alternative Mobilitätskonzepte statt weiterer Privilegierung des Autoverkehrs. Es soll ein Klima der allgemeinen Zustimmung zu ökologisch sinnvollen und effizienten Formen der Bewegung in der Stadt entstehen.

… an die Kommunalpolitik:

  • Wandlung Münchens zur echten Radl-Hauptstadt: Breite Radwege, Radparkplätze, Fahrradstraßen, radfreundliche Ampelschaltungen und offene Einbahnstraßen für Radfahrerinnen und Radfahrer sollen flächendeckend eingerichtet werden,
  • Schaffung von Freiräumen, in denen sich Fußgänger/innen, Radfahrer/innen und Skater/innen gleichberechtigt nebeneinander bewegen können.
  • Unterstützung bei der Einführung eines Jugend- und Ausbildungstickets für den gesamten ÖPNV-Bereich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG und den kommunalen Verkehrsbetrieben. Die Kosten dafür dürfen 20 Euro pro Monat nicht übersteigen.