Ernährung

Jede/r Deutsche verspeist neben weiteren Lebensmitteln im Schnitt 90 kg Fleisch, 134 kg Milcherzeugnisse, 200 kg Obst und Gemüse. Durch einen nachhaltigen Ernährungsstil können wir einen Beitrag zu Umwelt-, Klima- und Tierschutz leisten. 

Dazu gehört es auch möglichst wenig Lebensmittel zu verschwenden. Deswegen unterstüzte der KJR im Sommer 2016 z.B. die größte Schnibbelparty Münchens: Vor dem Wegwerfen gerettete Paprika, Zucchini, Kartoffeln und viele andere Lebensmittel wurden hier gemeinsam geschnibbelt, gekocht und gegessen. Die Organisatoren wollten so gemeinsam mit dem Kreisjugendring München-Stadt, rehab republic e.V., Foodsharing, OuiShare, GreenCity und vielen anderen Vereinen und Organisationen ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen. Denn im Schnitt wirft jede und jeder in Deutschland pro Jahr mehr als 80 Kilo Lebensmittel weg. Ganz zu schweigen von Obst und Gemüse, das gar nicht erst in den Handel kommt.

Außerdem eröffnete das Jugendinformationszentrum JIZ 2015 einen Foodsharing-Kühlschrank im Herzen der Stadt. Gemeinsam mit Foodsharing München wird es so zum „Fair-Teiler“ von überschüssigen Lebensmitteln. Ehrenamtliche befüllen regelmäßig den öffentlich zugänglichen Kühlschrank in der Sendlinger Straße 7 mit nicht verbrauchten, einwandfreien und hochwertigen Lebensmitteln, die sonst im Müll landen würden. Auch Privatpersonen können nicht mehr benötigte Lebensmittel abgeben. Bedienen darf sich jedermann und jederfrau kostenlos. Damit leistet die Einrichtung des Kreisjugendring München-Stadt einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Was macht eigentlich ein „nachhaltiges Essensangebot“ aus?

„Nachhaltig“ kann auch ganz einfach mit „zukunftsfähig“ übersetzt werden. Mit jedem Bissen entscheiden wir ein bisschen mit, in welcher Welt wir leben möchten – jetzt und in Zukunft. 

Unser Essen ist nachhaltig, wenn bei der Herstellung, dem Transport, Verkauf und Verzehr respekt- und schonungsvoll mit unserer natürlichen Umwelt, mit Tieren, Mitmenschen und uns selbst umgegangen wurde. Natürlich kann dies nicht bei jedem Produkt bis ins Detail nachverfolgt werden. 

Beachten wir beim Einkauf folgende Punkte, sind wir aber sicherlich schon auf einem guten Weg!

  • Einkauf von Bio-Lebensmitteln
  • Bevorzugung regionaler und saisonaler Produkte
  • Reduzierung des Fleischkonsums
  • Einkauf von Produkten aus fairem Handel
  • möglichst wenig Essen wegwerfen und wenig verpackte Lebensmittel einkaufen
  • Das Essen soll gesund, abwechslungsreich und schmackhaft sein.

Natürlich² - verantwortungsvoll und lecker

Im Frühling 2013 trafen sich interessierte Freizeitstätten mit dem Ziel, ihr Essens- und Getränkeangebot nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam wurden folgende Standards entwickelt, erprobt und ein halbes Jahr später verabschiedet:

  • Theke: 100% Bio (Getränke und Snacks)
  • Café: Fair Trade
  • Tierische Produkte (Eier, Milchprodukte, Fleisch, Wurst): 100% Bio
  • Fisch: MSC-zertifiziert
  • Obst und Gemüse: regional/saisonal und/oder Bio
  • Trockenwaren (Nudeln, Reis, Mehl, sonstiges Getreide, Konserven): 100% Bio
  • Öle und Fette: 100% Bio  

Bisher wurden siebzehn Einrichtungen für ihre Bemühungen und die erfolgreiche Umsetzung der Standards mit dem natürlich²-Zertifikat ausgezeichnet: Fezi – Kinder- und Jugendtreff am Wettersteinplatz, Freizeittreff Lerchenauer, Intermezzo, Kindertreff AKKU, aqu@rium, Bewohnerzentrum (BWZ) Neuperlach, Jugendtreff Cosimapark, Jugendtreff AKKU, Zeugnerhof - Kinder- und Jugendtreff Berg am Laim, Jugendtreff pfiffTEEN, Kinderhaus am Wolkerweg, Jugendtreff Neuhausen, Kinder- und Jugendtreff 2Club, Kinder- und Jugendraum RIVA NORD, Abenteuerspielplatz Neuhausen, Jugendtreff Harthof, Musisch-Kreative Werkstatt.

Das Zertifikat wird zunächst für zwei Jahre verliehen. Anschließend wird bei einem Einrichtungsbesuch der aktuelle Stand überprüft. Die Einrichtungen bleiben durch Austauschtreffen und Fortbildungsangebote auch nach der Umstellung weiter am Thema.

Auch in diesem Jahr werden weitere Einrichtungen auf ein nachhaltiges Essensangebot umstellen. Nähere Informationen dazu gibt es bei  Artur Bürgel - a.buergel(at)kjr-m.de.

Nachhaltigkeitsstandards im Bereich Ernährung

Unter dem Motto „Mir nicht Wurscht“ gelten im KJR seit 2014 Nachhaltigkeitsstandards für die Beschaffung von Lebensmitteln, Büro-, Merchandising- und Reinigungsartikeln sowie zur Mülltrennung. Im Bereich Ernährung sind das:

  • Café aus Fairem Handel
  • Milch und Eier: Bio (mind. EU-Bio-Siegel)
  • In der Geschäftsstelle gilt, dass die Bewirtung bei internen Veranstaltungen nur mit nachhaltigen Lebensmitteln und vorwiegend vegetarisch sein soll.

Kontakt

Asya Unger

Beauftragte für Nachhaltigkeit 

a.unger(at)kjr-m.de

Tel. 51 41 06-42