COMIC CAMP zu Gast in der Galerie 90

Am Mittwoch, den 28.06.2017, ist es soweit. Die im Comic Camp entstandenen Bilder werden in der Galerie 90 des Kreisjugendring München-Stadt in der Paul-Heyse-Straße 22 ausgestellt.

Um 18.00 Uhr beginnt die Vernissage! Zur kompletten Einladungskarte gehts hier lang.

Parallel zur Austellung der Werke, werden auch Skizzen und Übungszeichnungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sehen sein. Außerdem gibt es den im Zuge des Camps entstandenen Dokumentarfilm "Zwischen den Bildern" von Martin Friedrich zu sehen, der dieses Jahr auf dem dok.fest seine Premiere feierte.

ZWISCHEN DEN BILDERN – COMIC CAMP Filmpremiere

Am Samstag, den 13.05.2017 war es nun endlich soweit und der Film ZWISCHEN DEN BILDERN von Martin Friedrich feierte große Premiere im Carl-Amery-Saal der Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig im Rahmen des DOK.fest 2017.

 

Der Dokumentarfilm entstand durch und über das Kulturprojekt COMIC CAMP des Kreisjugendring München-Stadt. Das Projekt umfasste mehrere Vorbereitungs- und Workshop-Wochenenden und als Kern eine knappe Woche intensiven gemeinsamen Zeichnens in Dießen am Ammersee. Die Kurse waren für alle offen, hier konnten Jugendliche und junge Erwachsene die praktische Seite des Comicerzählens kennenlernen.

9 Jugendliche brach­ten ihre eigenen Ideen und Geschichten mit, um sie mit der Unterstützung der Co­micprofis Barbara Yelin und Aike Arndt zeichnerisch zu entwickeln und umzuset­zen.

Die Teilnehmenden zeichneten konzentriert und leidenschaftlich. Mit kleinen und großen Übungen, vom Zeichnen aus der Vorstellung oder nach der Natur bis hin zu gestalterischen Aufgaben zum Erzählen mit Bildern wurden sie auf die Entwicklung einer eigenen Comicgeschichte eingestimmt.

Es war ihnen und ihrer Phantasie überlassen, einen individuellen Zugang zum Thema „Miteinander leben in München“ zu finden.

Was kommt nun heraus, wenn Jugendliche Comics über das Zusammenleben in München und der Welt zeichnen? Zum Beispiel die Geschichte des Außerirdischen, der ausgerechnet auf dem Oktoberfest bruchlandet. Oder eine spannende Sage über die Ursprünge Münchens und seines Namens. Oder die gezeichnete Begegnung mit Menschen auf der Flucht in den Zügen zwischen Wien und Passau. Und vieles mehr. Beim COMIC CAMP des Kreisjugendring München-Stadt sind spannende, witzige und berührende Bildergeschichten entstanden.

 

Martin Friedrich begleitete die jugendlichen Teilnehmenden auf ihrer kreativen Reise während des Projekts. So entstand der Dokumentarfilm ZWISCHEN DEN BILDERN. Im Rahmen des DOK.fest 2017 wurde er nun erstmals gezeigt.

 

Zur Premiere des Films kamen ca. 150 Gäste. Eröffnet wurde die Feierlichkeit durch Reden von Herr Dr. Arne Ackermann, dem Direktor der Münchner Stadtbibliothek, und Judith Städele aus dem Vorstand des KJR. Maya Reichert begrüßte für das DOK.fest München und moderierte den Nachmittag. Nach der kurzen Begrüßung wurde der 70-minütige Film gezeigt. Auch die jugendlichen Zeichnerinnen und Zeichner sahen die Dokumentation zum ersten Mal. Der Film ermöglichte den Gästen, den Prozess des Projekts mitzuerleben. Martin Friedrich gelang es, dass man sich den jungen Kunstschaffenden sehr nah fühlt, sie sehr persönlich kennenlernen darf. Deshalb fiebert man als Zuschauer*in auch sehr mit. „Schaffe ich das?“, „Bekomme ich einmal etwas fertig?“ – diese Fragen stellten sich die Jugendlichen auf ihrem Weg zur ersten Ausstellung ihrer Comics. Als dann die Vernissage im Köşk im Januar gelingt, erfreut sich der ganze Kinosaal an dem Erfolg der Teilnehmenden des COMIC CAMP.

 

Nach einem kurzen Filmgespräch mit den Projektbeteiligten ging es anschließend in die Münchner Stadtbibliothek zu einem feierlichen Empfang. Dort war vom 08. bis 16. Mai nochmals die Ausstellung des COMIC CAMP zu sehen. Bei der Feierlichkeit konnte an verschiedenen Stationen selbst das Comic-Zeichnen mit Stift und Papier oder das Comic-Machen per App ausprobiert werden. Ein offener Veranstaltungsrahmen bot Möglichkeit, sich mit den beteiligten Künstler*innen auszutauschen und Fragen zu stellen.

 

Wer sich für die im Projekt entstandenen Comics interessiert, kann beim Team Großveranstaltungen und Jugendkultur für 5€ ein Comicheft mit den Zeichnungen der Jugendlichen erwerben.


Die Werke werden im Sommer erneut in der Galerie90 in den Räumen des KJR präsentiert. Zudem läuft in der Ausstellung auch der Film ZWISCHEN DEN BILDERN. Die Vernissage am 28.06.2017 um 18 Uhr ist für alle frei. Die Einladungskarte können Sie hier finden.

 

Das Projekt wurde unterstützt von: Bezirksjugendring Oberbayern / Bezirk Oberbayern, BürgerStiftung München – Fonds „Ehrenamt und Flüchtlinge“, Die Färberei, Kösk, Literaturhaus München.

ZWISCHEN DEN BILDERN – Filmpremiere und interaktive Ausstellung zum Comic Camp

Filmstill "Zwischen den Bildern", Martin Friedrich

Freuen Sie sich mit uns auf die feierliche Premiere des Dokumentarfilms ZWISCHEN DEN BILDERN (Deutschland 2017, Martin Friedrich, 60 Min.) zum Comic Camp des KJR München-Stadt auf dem DOK.fest München!

„Miteinander leben in München” war das Motto der Workshopserie Comic Camp des Kreisjugendring München-Stadt ab Herbst 2016. Jugendliche und junge Erwachsene konnten gemeinsam mit den Comicprofis Barbara Yelin und Aike Arndt eigene Geschichten entwickeln, zeichnerisch umsetzen und anschließend in einer Werkschau in der Galerie Köşk präsentieren. Der Filmemacher Martin Friedrich begleitete den Prozess und die Teilnehmenden auf ihrer kreativen Reise mit der Kamera.

Im Anschluss an die Filmvorführung erfahren Sie spannende Details zum Comic Camp und der Entstehung des Filmes. Bei einem feierlichen Empfang im Bereich "update. jung & erwachsen" der Münchner Stadtbibliothek im Gasteig können Sie die Künstler*innen kennenlernen und ihre Werke in einer Ausstellung bewundern. Und wer mag, ist herzlich eingeladen, an den Kreativ-Stationen selbst in die Welt des Comic-Machens einzutauchen: Mit Stift, Papier, diversen Kreativ-Anregungen oder auch im Tablet mit einer zertifizierten Comic-App – der Nachmittag in der Münchner Stadtbibliothek steht ganz im Zeichen des Comics.

 

Samstag, 13. Mai 2017
14.30–18.30 Uhr
Gasteig, Carl-Amery-Saal (ehemals VSB) und Münchner Stadtbibliothek

kostenfrei, ohne Anmeldung

Die Facebook-Veranstaltung können Sie hier finden.
Die Einladungskarte zur Filmpremiere können sie hier finden.

 

Ausstellung:
Ab Montag, 08. Mai 2017 bis 16. Mai 2017
Stadtbibliothek München Gasteig

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10:00 - 19:00 Uhr, Samstags 10:00 - 16:00

 

 

Was bisher geschah:

Vernissage Comic Camp

Samstag, 14.01., 11 Uhr im Kösk: Die ersten Bilder werden gerahmt und an die Wand gehängt. Diese sind die Ergebnisse eines Projekts, dem viele Bleistiftminen und Radiergummis zum Opfer gefallen sind. Hier und da sorgen Jugendliche für den letzten Feinschliff an ihren Arbeiten. Die zum großen Teil fertiggestellten Comics werden gerahmt, Skizzen werden direkt an die Wand geklebt. In der Mitte des Raums wird eine zusätzliche Ausstellungswand gezogen während draußen der Schnee tobt.

An diesem Wochenende ging für viele Jugendliche ein Traum in Erfüllung: ihre erste eigene Kunstausstellung. Dieses Ereignis sollte mit einer Vernissage in den Ausstellungsräumen gefeiert werden. Nach wochenlangen Vorbereitungen durch gemeinsame Workshops und einem fünf Tage langem Camp in Dießen am Ammersee wurden sowohl die fertigen Comics der Jugendlichen und auch Zeichnungen aus der Entstehungsphase und den Zeichenaufgaben präsentiert. So bekamen die Gäste einen Überblick in die Skizzen aus Übungen wie „Als ich mal mutig war…“, „Zeichne dein Gegenüber aus dem Gedächtnis“ oder „Zeichne dich selbst mit geschlossenen Augen“. Letzteres durften die Besucherinnen und Besucher während der Ausstellung selbst ausprobieren und die Ausstellung mit ihren eigenen Kreationen erweitern.

Insgesamt neun Jugendliche präsentierten ihre Comics. Die Geschichten der Teilnehmer waren angelehnt an das Thema des Projekts „Miteinander leben in München“. Allerdings war es der Fantasie jedes Einzelnen überlassen, individuelle Vorstellungen umzusetzen. So erzählt der 15-jährige Caleb Morasch darüber, wie die Stadt München zu Ihrem Namen kam. Taiga Tsukini, 25 Jahre, fragt sich, ob die Religion oder doch eher die Wissenschaft den Streit über die Existenz von Gott gewinnt und Philipp Neumann, ebenfalls 25 Jahre, zeichnet eine Story über einen Menschen, der sich in der Natur erholen will – und von der Natur, die sich danach vom Menschen wieder erholen muss. Vinzenz Heigenhuber findet, dass nichts so wenig auf das Leben vorbereitet wie die Schule. Er besucht seine Schwester auf dem Bauwagenplatz und beschäftigt sich mit der Frage, welche Lebensentwürfe in einer Stadt wie München Platz haben. Eva Proißl lässt ihre Figur eine angespannte Begegnung zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen beobachten. Mit ihrem Titel „Keine Angst vor Unbekanntem“ signalisiert sie, dass sie mehr über die Geflüchteten und ihre Situation erfahren möchte. Auch Valentin Albang greift das „Fremdsein“ auf. Er erzählt von Purzel, einem Wesen aus einem bisher unentdeckten Tal, welcher in seinem Ballon abgetrieben wird und eine Bruchlandung in einer ihm unbekannten Stadt macht. Doch wie verhält man sich, wenn jemand wie Purzel tatsächlich Hilfe braucht? Handelt man so souverän, wie man es von sich selbst erwartet? Diese Fragen deckt der 17-jährige Simon Schruff in seiner Erzählung über Zivilcourage geschickt auf. Doch auch Science-Fiction findet seinen Platz in der Ausstellung. Diese Geschichte handelt von dem Haus „München“ und dem Beginn einer Freundschaft zwischen einem Känguru und einem Panda. In einer modernen, durchtechnisierten Welt erzählt der Künstler Cedric Khazendar, wie die beiden Freunde gemeinsam vor bewaffneten Verfolgern fliehen. Tim Seck stellt in seinem Comic dar, wie ein kleines eingeschweißtes Stück Papier einem die Rechte verschafft, welche anderen Menschen verwehrt bleiben. Zum Beispiel das Recht, in ein Land seiner Wahl zu reisen.

Angeleitet wurden die Tage und Nächte des Comic-Camps von der renommierten Comic-Zeichnerin Barbara Yelin und dem Illustrator und Animator Aike Arndt. Barbara Yelin lebt und arbeitet – nach knapp 20 Jahren in Hamburg und Berlin – heute wieder in München, sie wurde bereits mit dem Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur und dem renommierten Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet. Aike Arndt legte 2007 sein Diplom ab und ist seitdem freier Illustrator und Animator. Mittlerweile lebt er in Berlin. Die Jugendlichen waren von ihren Zeichenkünsten genauso begeistert von ihrer Kreativität und der Leidenschaft für die Comic-Kunst: „Ich finde es faszinierend, wie Barbara und Aike so unterschiedliche Persönlichkeiten haben und sich doch am Ende so gut ergänzen. So konnten sie immer perfekt auf alle Teilnehmer eingehen“ (Tim, 25 Jahre).

Der Dokumentarfilmer Martin Friedrich begleitete stets das gestalterische Treiben filmisch mit seiner Kamera. Das Ergebnis seiner Arbeit wird ein Filmbeitrag auf dem DOK.fest im Frühjahr in München sein. Auch hier können die Comics der Jugendlichen noch einmal bestaunt werden, bevor sie dann in der Galerie90 des Kreisjugendring München-Stadt ein vorerst letztes Mal betrachtet werden können.

Über den weiteren Verlauf des Comic-Camps sowie die weitere Kulturprojekte des KJR kann man sich auf der Homepage des KJR sowie auf Facebook (www.facebook.com/KulturprojekteKJR) informieren.

Die Workshopleiter*innen

Barbara Yelin studierte Illustration an der HAW Hamburg, veröffentlichte dann Comics in Frankreich und Deutschland, und zeichnet Comicstrips aktuell u.a. für den Tagesspiegel. Sie reiste als Workshop-Leiterin und Reportage-Zeichnerin an Orte wie Kairo, Neu Delhi, Tel Aviv und Pristina. Häufig beschäftigen sie historisch-politische Themen. Mit intensiver Recherche und den Mitteln der Zeichnung nähert sie sich der jeweiligen Geschichte. 2015 erhielt sie für ihre Graphic Novel „Irmina“ den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur und 2016 den renommierten Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin. Barbara Yelin lebt und arbeitet in München.

Aike Arndt studierte Design mit Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule Münster. 2007 legte er sein Diplom ab. Seitdem ist er freier Illustrator und Animator und lebt in Berlin. Er hat an dem Kurzfilm „Alienation“ mitgewirkt, der 2015 den Deutschen Kurzfilmpreis gewann. Sein Diplomfilm „Styx“ war einige Jahre zuvor ebenfalls für diesen Preis nominiert. Zudem ist er Autor  und Zeichner der von der Kritik als humorvoll und philosophisch gelobten Comics „Die Zeit und Gott“ und „Das Nichts und Gott“. Aike Arndt lebt und arbeitet in Berlin.

Workshopleitung Barbara Yelin
Co-Workshopleitung Aike Arndt

Impressionen vom Comic Camp

Foto: Alke Müller-Wendlandt/Literaturhaus
Foto: Alke Müller-Wendlandt/Literaturhaus
Foto: Kreisjugendring München-Stadt
Foto: Kreisjugendring München-Stadt
Foto: Kreisjugendring München-Stadt
Foto: Kreisjugendring München-Stadt
Foto: Kreisjugendring München-Stadt