Jungenarbeit

Jungen und junge Männer befinden sich in einem Spannungsfeld von tradierten Männlichkeitsidealen und den Anforderungen einer Gesellschaft, die eine Gleichstellung der Geschlechter anstrebt.

Jungenarbeit liegt die Annahme zugrunde, dass soziales Geschlecht (Gender) nicht etwas ist, was Menschen einfach „haben“, sondern etwas, was von ihnen und ihrer Umwelt konstruiert wird („doing gender“). In diesem Zusammenhang bricht Jungenarbeit patriarchalischen Vorstellungen auf und fördert die Gleichberechtigung der Geschlechter in der gesamten Gesellschaft und bei jeder einzelnen Person im Denken, Fühlen und Handeln.

Um dies zu erreichen, bietet die reflektierte Jungenarbeit Lernfelder an, schafft Freiräume, ermöglicht Erlebnisse, zeigt verschiedene Modelle von Männlichkeit auf und bildet einen Schutzraum. Sie baut auf die Freiwilligkeit der Jungen und jungen Männer, lässt Neugier zu und ermöglicht Chancen.