Das Filmteam von "Kick it like Kurt"

„Dass an dem Projekt so viele beteiligt waren, hätte ich nicht gedacht!“, sagte ein Gast bei der Vorführung im Jüdischen Gemeindezentrum.

Filmprofis wissen, wie viele engagierten Leute es braucht, um so ein ambitioniertes Projekt zu verwirklichen; da war unsere Gruppe mit insgesamt etwa 15 Leuten vergleichsweise überschaubar. 

Die Rollen haben wir konkret verteilt, aber anders als bei einem professionellen Filmunternehmen stand der Teamgedanke im Vordergrund: Alle durften mitreden und auch einmal auf einem anderen Gebiet einspringen, wenn jemand krank war oder einen Drehtermin nicht wahrnehmen konnte. Auch durfte sich die Regie ihre Mitstreiter nicht auswählen, sondern alle, die an dem Projekt Interesse hatten, konnten mitmachen. So musste man entsprechend erst einmal zueinanderfinden. 

Dass eine so intensive und immerhin fast 1½ Jahre dauernde Zusammenarbeit auch streckenweise Spannungen und Zoff mit sich bringt, ist nicht ungewöhnlich. Manche trennten sich von dem Filmprojekt, andere kamen neu dazu. 

Mitglieder des Filmteams

Unser Team setzte sich aus folgenden engagierten Frauen und Männern zusammen:

Nadine Filler (Regie)

„Ehrlich gesagt, Fußball interessiert mich gar nicht. Ich wollte einen Film machen, ausprobieren Regie zu führen, ein Drehbuch zu schreiben.

Aber dann Kurt Landauer: Schon das Wenige, was wir über ihn wissen, hat mich restlos fasziniert. Ich hätte so gern mal mit ihm gesprochen, da sind so viele Fragen …“

Claudia Lässig (Regieassistenz, Recherche)

„Kick it like Kurt“ war die erste Möglichkeit für mich, an einem Dokumentarfilm mitzuarbeiten. Schon während meines Volkskundestudiums habe ich gerne recherchiert und geforscht und an diesem Projekt konnte ich mich nun austoben. Es ist großartig, wie die vielen Einzelteile am Ende einen solchen Film ergeben.

Konstantin Schlund (Kamera)

„Ich bin ja großer Bayern-Fan, aber Kurt Landauer und die jüdischen Wurzeln des FCB kannte ich auch nicht so. Zu einer Zeit, als das noch gar kein Thema war, hatte er schon diesen internationalen Geist, sagte hey, wir müssen auf die Jugend setzen – alles das, was heute im Fußball ganz normal ist. Seine Geschichte mit der Kamera einzufangen, war einfach superspannend!“

Barbara Baudrexl-Seitz (Fan-Kontakte)

Kurt Landauer hat mich am meisten an dem Projekt interessiert und natürlich die frühe Geschichte des FC Bayern – ich bin Mitglied des FCB und habe jahrelang Fanbetreuung gemacht. 
Sonst widme ich mich meiner Arbeit im Jugendtreff aqu@rium, tanze noch manchmal auf der einen oder andren "Hochzeit" und wenn mir dann Zeit bleibt schau ich mir die Spiele des FC Bayern an.

Anna-Louise Bath (Animation - Regie, Produktion)

Münchener Zeichnerin, Illustratorin, Art Director & Videoregisseurin 

Die starke Geschichte von Kurt Landauers Stadionbesuch in der Schweiz hat mich sofort fasziniert. Bei "Kick it like Kurt" habe ich zusammen mit Flin, Marilyn und Rosa eine Animationsfilmsequenz erstellt. Mein Bereiche waren Konzeption, Entwurf- und Backgroundzeichnungen.

Ulla Hoppen (Musik)

„Als Blaue sage ich: Sich mit einem Roten an einen Tisch zu setzen um über Fußball zu plaudern – eher no go!
Aber sich für dieselbe Sache einzusetzen, gegen Rassismus und Rechtsextremismus im Fußball, immer – immer!“

Sylvia Holhut (Produktionsleitung)

„Bayern-Fan war ich schon und Landauer-Fan bin ich geworden! Aber ganz sicher bin ich auch Fan von diesem jungen Team, das mit unglaublichem Zusammenhalt vor allem in den letzten Phasen des Films regelrecht über sich selbst hinausgewachsen ist. Die Arbeit, die hinter einer solchen Produktion steckt, gerade für Laien, ist schwer vorstellbar.“

Michael Graber (Jugendinformationszentrum, Unterstützung)

Avi Bador (2. Regie, Idee)

Lucas Berón de Astrada (Kameraassistenz)

Britta Becker (2. Kamera, Interview Uli Hoeneß)

Tobias Ebner (Kameraassistenz)

Gabriele Kröber (Schnitt)

Michael Sänger und Kollegen (msf-film, Postproduktion)

Flin (Animation - Produktion)

Rosa Morcego (Animation - Compositing)

Marilyn Huber-Grimm (Mitarbeit Produktion)