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Roter Faden Kinderrechte

Zeitgleich mit der Unterzeichnung der „UN-Konvention zum Schutz des Kindes“ in der Vollversammlung der Vereinten Nationen, kurz „Kinderrechte“ genannt, wurde 1989 in vielen Städten, Gemeinden und Organisationen die „Kinderlobby“ durch Schaffung neuer Stellen und Gremien gestärkt.
Auch der Kreisjugendring München-Stadt schuf damals eine Fachstelle Kinderbeauftragte, um der Arbeit mit Kindern innerhalb der Offenen Jugendarbeit einen eigenen Stellenwert zu geben.

Neben der „Lobbyarbeit“ und der Vernetzung für mehr Kinderfreundlichkeit in München war und ist es dem KJR ein besonderes Anliegen, unter dem Motto „mit Kindern für Kinder“ die in den „Kinderrechten“ genannten Artikel zum Tragen kommen zu lassen und zu stärken. Hierbei kommt insbesondere dem Artikel 2 „Alle Rechte gelten für alle Kinder“ und „Kinder sollen vor jeder Form von Diskriminierung geschützt werden“ eine besondere Bedeutung zu.

Die Arbeit an und mit den Kinderrechten zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche der Arbeit des KJR. Allerdings stehen von den insgesamt 54 Artikeln der Konvention einige besonders im Vordergrund:

• das Recht auf Gleichheit
• das Recht auf Beteiligung
• das Recht auf Bildung und Förderung
• das Recht auf Spiel, Freizeit, Ruhe
• das Recht auf Schutz vor Gewalt
• das Recht auf Betreuung bei Behinderung.



Obwohl die „Kinderrechte“ nun schon aus dem Kindesalter herausgekommen sind und 2009 der 20. Geburtstag der Unterzeichnung durch die Vereinten Nationen begangen wurde, sind sie immer noch viel zu wenig bekannt.
Oft werden sie nur mit Missständen in ärmeren Ländern in Verbindung gesetzt. Dass sie auch bei uns seit dem 5. April 1992 Gültigkeit haben und sehr häufig verletzt werden, ist wenigen bewusst. Zu nennen sind hier unter anderem die zunehmende Kinderarmut und die Bildungsungleichheiten. Mangelnde Bewegungs- und Spielmöglichkeiten. Allergische und umweltbedingte Erkrankungen sowie Gewalt gegen Kinder und Kindesmissbrauch.

Runde Geburtstage bieten gute Gelegenheiten zur Bewusstseinsschärfung. So beteiligte sich der KJR neben seiner alltäglichen Arbeit in den Einrichtungen und Verbänden - gemeinsam mit vielen anderen - an der Kinderrechte-Kampagne der Landeshauptstadt München. Die Auftaktveranstaltung am 23. April 2009 als erster Meilenstein dieser Kampagne wurde vom KJR maßgeblich mitgestaltet. Beteiligt waren die Einrichtungen Tchaka (Erlebnispädagogisches Zentrum) das Bewohnerzentrum (BWZ) Neuperlach und die Fachstellen Kinderbeauftragte (Erika Hennig) und ebs (Nicole Endrich). Viele Kindereinrichtungen griffen mit Projekten und Aktionen die „Kinderrechte“ noch verstärkt auf.

Im Rahmen der einjährigen Kampagne engagierte sich der KJR zudem gemeinsam mit der Spiellandschaft Stadt insbesondere für „das Recht auf Spiel“ und hatte dafür die „Patenschaft“ übernommen. Die Monate Juli und August 2009 standen ganz im Zeichen dieses Rechtes.

Mit dem Arbeitskreis Kinder- und Jugendbeteiligung, der ebenfalls im November 2009 20 Jahre zusammenarbeitete und dem der KJR seit Beginn angehört, wurde im November das „Recht auf Information, freie Meinungsäußerung und Beteiligung“ durch das 50. Kinder- und Jugendforum verstärkt in den Blickpunkt gerückt.

Auch nach diesem Jahr der Kinderrechte-Kampagne der LH München wird das Engagement für die Kinderrechte in den KJR-Einrichtungen seinen festen Platz behalten. Mehr...

Kinderrechte in den KJR-Einrichtungen

Die Beschäftigung mit den Kinderrechten zieht sich auch wie ein roter Faden durch die Angebote in den Einrichtungen des KJR. Mehr...

Kontakt

Erika Hennig
Fachstelle Kinderbeauftrage

Tel. 51 41 06-46
E-Mail: e.hennig(at)kjr-m.de

Aktuelles

Zum Auftakt des Kinder-Kultur-Sommers findet von 18. bis 20. Mai das KiKS-Kostprobenwochenende statt - ein Vorgeschmack auf das, was den Sommer über in der ganzen Stadt angeboten wird.

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