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Stadtteilcheck in Moosach

19 Kinder einer vierten Klasse der Grundschule am Amphionpark bekamen die Gelegenheit, Moosach auf Barrierefreiheit zu testen. Ermöglicht wurde dies durch das Projekt „Auf Herz und Rampen prüfen“ des Kreisjugendring München-Stadt (KJR), vermittelt durch den Kinder- und Jugendtreff Mooskito


Am Tag des Stadtteilchecks warteten die Kinder morgens in der Aula gespannt auf die Mitarbeiter/innen von „Auf Herz und Rampen prüfen“, welche sie schon drei Tage zuvor bei der Vorbereitung kennengelernt hatten. 

Einige Mitglieder des Projekt-Teams können von eigenen Erfahrungen als Rollstuhlfahrer/innen, Blinde oder Sehbeeinträchtigte berichten und den Kindern Tipps und Tricks weitergeben. 

Auf drei verschiedenen Routen rund um die Schule stießen die Kinder auf verschiedene Barrieren, die eine selbstbestimmte Mobilität beeinträchtigen. 

Das erste Hindernis begegnete ihnen an der Kreuzung Hugo-Troendle- / Gleißmüllerstraße in Form einer Ampelanlage ohne taktil-akustisches Signal. Für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen ist dieses Signal eine wichtige Hilfe, um gefahrlos eine Straße überqueren zu können.


Des Weiteren stellten die Kinder fest, dass die Spielplätze in Moosach von Menschen im Rollstuhl nicht benutzt werden können. Der Sand verhindert das Befahren der Spielflächen. Bei dem geplanten Umbau der Spielplätze sollte dies berücksichtigt werden. Möglich wären zum Beispiel andere Bodenbeläge, die sowohl den Ansprüchen der Fallsicherheit genügen als auch für Kinder und Eltern mit Rollstühlen befahrbar wären. Außerdem ist es wünschenswert, neue Spielgeräte auszusuchen, die für alle Kinder - egal mit welcher Behinderung - nutzbar sind.

Neben baulichen Missständen erlebten die Kinder auch positive Beispiele für Barrierefreiheit: Der Moosacher Bahnhof wurde z.B. mit einem Leitsystem für blinde Menschen ausgestattet. 

Die Kinder der Grundschule am Amphionpark hatten sichtlich Spaß an der Aktion „Auf Herz und Rampen prüfen“ und gewannen viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse, die sie mit in den Alltag nehmen können. So meinte ein Mädchen: „Ich werde meinen Eltern sagen, dass sie nicht mehr an abgesenkten Bordsteinen parken sollen mit ihrem Auto. Da kommen Rollifahrer sonst ja gar nicht mehr durch.“

Die erlebten Missstände werden dokumentiert und an den Bezirksausschuss (BA 10) übergeben, um Abhilfe zu schaffen. 

Die drei Mitglieder des BA 10 - Kathrin Koop, Julia Schönfeld und Erhardt Wnendt - die den Stadtteilcheck begleitet haben und sich dabei gleich selbst einen Eindruck von besagten Stellen machen konnten, versprachen, sich für die Anliegen der Kinder einzusetzen.

Ergebnisse

Alle getesteten Stellen, die aus Sicht der Barrierefreiheit einen Umbau benötigen, haben wir zusammengefasst.
Die Aufstellung wird dem BA 10 übergeben, damit dieser die festgestellten Mängel überprüfen und beheben lassen kann.
Liste als PDF: hier...

Aktuelles

Zum Auftakt des Kinder-Kultur-Sommers findet von 18. bis 20. Mai das KiKS-Kostprobenwochenende statt - ein Vorgeschmack auf das, was den Sommer über in der ganzen Stadt angeboten wird.

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